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"Sind nicht stark genug": AfD-Spitzenpolitiker überraschen mit brisantem Geständnis

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ALEXANDER GAULAND
dpa
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  • Die AfD-Spitzenpolitiker Gauland und Meuthen haben erklärt, in näherer Zukunft nicht regieren zu wollen
  • In der Regierung könne die Partei derzeit nicht das durchsetzen, was die AfD in der Opposition fordere

Die Führung der AfD spricht sich gegen eine baldige Regierungsbeteiligung aus. Sowohl der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen als auch der stellvertretende Bundesvorsitzende Alexander Gauland erklärten in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die AfD sei noch nicht bereit zum Regieren – und könnte ihre Forderungen als Juniorpartner ohnehin nicht durchsetzen.

"Ich kann in der Regierung mit anderen, weit stärkeren natürlich nicht das umsetzen, was ich in der Opposition fordere", sagte Gauland. Die AfD könne zunächst vor allem von der Großen Koalition profitieren. "Je öfter es zu großen Koalitionen kommt, umso stärker werden wir", erklärte Gauland.

"Sind noch nicht gefestigt, um Regierungsverantwortung zu übernehmen"

"Wir sind noch nicht so stark und gefestigt, dass wir direkte Regierungsverantwortung übernehmen und dabei etwas durchsetzen könnten", rechtfertigte Gauland seine Haltung.

Und die könnte parteiintern für Ärger Sorgen: AfD-Co-Chefin Frauke Petry hatte unlängst erklärt, sie strebe Regierungsverantwortung an. Gauland hielt jetzt dagegen: "Nicht alles, was einer von uns sagt, ist mit dem anderen abgesprochen. Wir sind nicht monolithisch. Ich habe zu Frau Petry gesagt: Ich will die Verantwortung jetzt nicht."

Auch Meuthen erklärte, "irgendwann später“ werde sich sicher einmal die Frage nach einer Regierungsbeteiligung stellen: "Aber da sind wir noch nicht.“

Es ist ein destruktiver Kurs, den die AfD anstrebt. Doch er scheint sich auszuzahlen: Mit ihrer Brachialopposition kommt die rechtspopulistische Partei laut jüngsten Umfragen bundesweit aus dem Stand auf 11 Prozent.

Hier gibt es Bücher über die AfD.
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