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Nahles glaubt an SPD-Erfolg bei der Bundestagswahl: "Die Zeit von Merkels Unschlagbarkeit ist vorbei"

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  • Andrea Nahles (SPD) glaubt an einen Erfolg ihrer Partei bei der kommenden Bundestagswahl
  • Die CDU sei nicht mehr unschlagbar, jetzt müsse die SPD "die Lücke schließen"

"Ich mal mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt“: Andrea Nahles (SPD) Gesangseinlage im Bundestagswahlkampf 2013 ist mittlerweile legendär. Damals echauffierte sich die heutige Bundesarbeitsministerin über den vermeintlichen Realitätsverlust bei Kanzlerin Angela Merkel.

Heute könnte man meinen, Nahles habe sich den Text des Kinderliedes selbst zu sehr zu Herzen genommen. Ungeachtet der schwachen SPD-Ergebnisse in den jüngsten Umfragen, zeigte sie sich gegenüber der "Bild am Sonntag“ jetzt optimistisch, dass ihre Partei bei der Bundestagswahl 2017 ins Kanzleramt einzieht.

"Jetzt kommt es auf die SPD an, die Lücke zu schließen"

"Das Merkel-Bild ist nicht mehr monumental wie 2013, die Zeit der Unschlagbarkeit ist vorbei“, sagte Nahles. Jetzt käme es auf die SPD an, "diese Lücke zu schließen“.

Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid liegt die SPD derzeit bei 22 Prozent. Obwohl auch die CDU sich mit 33 Prozent im Umfragetief befindet, sind die Christdemokraten für die SPD damit nicht in Reichweite.

Zudem zeigen Umfragen: Dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel fehlt es an Sympathien in der Bevölkerung. Nur 13 Prozent der Deutschen wünschen sich den Bundeswirtschaftsminister als Kanzler, ergab eine "Stern“-RTL-Umfrage im März.

Nahles positioniert sich dennoch demonstrativ hinter Gabriel: An der SPD-Spitze sei dieser „selbstverständlich“ der Richtige. Er mache seinen Job gut. Auf die Frage, ob Gabriel Kanzlerkandidat werden solle, antwortete Nahles: "Das entscheidet er selbst, und zwar wann er es will."

Das Ziel der SPD sei bei der Bundestagswahl 2017 klar. Man wolle "ganz nach vorn kommen“. Wichtige Themen seien dabei die Rentengerechtigkeit, Bürgerversicherung und Chancengleichheit in der digitalen Welt.

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