Diabetes Typ 1: die Spritze als ständiger Begleiter - Symptome und Behandlung

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Diabetes Typ 1: Das fehlende Insulin muss über eine Spritze zugeführt werden. | Tuomas Marttila via Getty Images
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  • Diabetes Typ 1 beginnt meist schon im Kindesalter.
  • Der Körper zerstört dabei das Insulin im Körper.
  • Das fehlende Insulin muss daher über eine Spritze zugeführt werden.

Gegen die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 1 ist kein Kraut gewachsen. Betroffene können aber lernen, damit zu leben. Dazu müssen sie ihren Lebenswandel umstellen und vorsichtig mit dem eigenen Körper umgehen.

Das bedeutet, darauf zu achten, dass der Insulinspiegel nicht zu tief oder zu hoch liegt.

Diabetes Typ 1: Was genau ist das?

Wird im allgemeinen Sprachgebrauch von Diabetes geredet, wir meist kein Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 gemacht. Diese Unterscheidung ist jedoch vor allem für die Behandlung und die Lebensumstellung des Patienten wichtig - denn Typ 1 ist keine Erscheinung des Alters.

Viele Betroffene zeigen schon im Kindesalter erste Anzeichen. Das Immunsystem erkennt dabei aus bisher nicht geklärten Gründen das körpereigene Insulin als Feind.

Diabetes: Die Symptome, wenn der Körper nicht mit Zucker umgehen kann

Die produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden dabei nachhaltig beschädigt beziehungsweise sogar zerstört. Insulin ist aber wichtig, um Zucker in Energie zu verwandeln. Bleibt diese Umwandlung aus, werden durch den hohen Blutzuckerspiegel Organe und die Funktionalität des Körpers angegriffen.

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Beim Typ 2 geht es dagegen nicht um einen Insulinmangel, sondern um eine Resistenz gegen diesen Stoff, die meist erst im höheren Alter oder infolge von Übergewicht und Bewegungsmangel entsteht.

Diabetes Symptome: Woran erkennt man die Krankheit?

Ganz gleich, in welchem Alter der Patient ist - die Diabetes-Symptome entwickeln sich meist nach Tagen oder wenigen Wochen, wenn der Körper, aus welchen Gründen auch immer, das Insulin im Körper zerstört hat.

Zu den typischsten Symptomen gehört ein starker, andauernder Durst, der gleichzeitig von hohem Harndrang begleitet wird. Dazu kommen Bauchschmerzen und Erbrechen, ein plötzlicher Gewichtsverlust und eine trockene Haut.

Für Außenstehende kann auch der Atem des Betroffenen ein Hinweis sein, der dann oft nach Azeton riecht. In solchen Fällen ist ein Gang zum Arzt unumgänglich, weil jede Woche ohne balancierten Hormonspiegel für Schäden sorgt.

Therapiemöglichkeiten bei Diabetes Typ 1

Sobald die Diagnose Diabetes Typ 1 vorliegt, wird sich vieles im Leben des Patienten ändern. Dazu gehört natürlich zuerst die regelmäßige Zufuhr von Insulin über eine Spritze.

Die Menge und Häufigkeit richtet sich ganz individuell nach dem Patienten und muss durch regelmäßiges Messen des Blutzuckerwertes bestimmt werden.

Dieses Vorgehen lernen Patienten am besten in einer Schulung, in der auch Tipps zum weiteren Umgang mit der Krankheit gegeben werden. Dabei geht es nicht nur Fragen der Ernährung - obwohl dies für Patienten oft die drängendste Frage ist.

Fest steht, dass Betroffene grundsätzlich auf nichts verzichten müssen, jedoch dabei immer die Folgen einer Mahlzeit für ihren Körper kennen und einschätzen sollten.

Auch wird in solchen Schulungen das Verhalten im Ernstfall, wenn ein Zuckerschock droht, für sich selbst und die Angehörigen trainiert und erklärt. Denn dann ist jede Sekunde wichtig.

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Während Sport beim Typ 2 durchaus für die Besserung der Symptome verantwortlich sein kann, ist dies bei Diabetes Typ 1 leider nicht der Fall. Allerdings hilft Bewegung dabei, den Kopf freizubekommen und sich im Körper wohlzufühlen - Sport sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Denn Diabetes ist zwar eine schreckliche Krankheit, aber kein Grund, sich davon unterkriegen zu lassen. In späteren Jahren wird der Umgang damit für die Patienten meist Routine und daher gut aushaltbar.

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