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31/03/2016 11:04 CEST | Aktualisiert 12/04/2016 20:11 CEST

Erde: Der blaue Planet im Sonnensystem

Günay Mutlu via Getty Images
Wenn man aus dem Weltall auf unsere Erde schaut - ein schöner Anblick

  • Erst die Entstehung von Pflanzen machte die Erde wohl bewohnbar.

  • Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Sonnensystems.

  • Aber: Auf keinem anderen Planet im Sonnensystem ist so vielfältiges Leben möglich wie hier.

Blickt man von außen auf unser Sonnensystem, funkelt sie wie ein blauer Edelstein: unsere Erde. Sie verrät ihre Besonderheit schon auf den ersten Blick. Als einzige unter unseren Planeten bietet die Erde moderate Voraussetzungen für flüssiges Wasser und damit für den Grenzfall von Materie: Leben.

Einst war die Erde unbewohnt - und heiß

Die Erde war noch nicht immer belebt. In den Urzeiten unseres Sonnensystems war sie ein glühender Gesteinsklumpen ohne Leben und Wasser.

Die schwersten Elemente sind dann ins Zentrum abgesunken. Der innerste Kern besteht seither aus solidem Eisen und Nickel. Hier herrschen Temperaturen von 5000 Grad Celsius. Drumherum ist der äußere flüssige Erdkern.

An ihn schließen sich der untere und obere Erdmantel an. Sie unterscheiden sich durch die Gesteinszusammensetzung von der äußersten Schicht.

Die Erdkruste ist entweder kontinental und besteht dann aus Granit der 30 bis 50 Kilometer tief reicht. Oder sie ist ozeanisch und ist in diesem Fall aus Basalt mit einer Dicke von sieben bis zehn Kilometern.

Pflanzen machten unsere Erde wohl bewohnbar

Wie genau das Leben entstanden ist, ist immer noch ein großes Forschungsthema: Nachdem die Bombardements durch Asteroiden vor etwa 3,8 Milliarden Jahren aufhörten, konnte sich die Erdkruste festigen. So konnte sich Wasser auf ihr absetzen.

Als sicher gilt, dass die chemische und biologische Evolution mit den klimatischen Bedingungen zusammenhängt. Die ältesten Nachweise für Leben auf der Erde sind Fossilien in Stromatolithen. Der älteste Stein wurde in Australien gefunden und ist etwa 3,6 Milliarden Jahre alt.

Bei der Untersuchung auf Mikrofossilien fanden sich Reste von Cyanobakterien, die den heutigen erstaunlich ähnlich sehen. Sicher ist ebenfalls, dass für das Leben, wie wir es kennen, die Photosynthese der Pflanzen ausschlaggebend war, da durch sie unsere Atmosphäre mit Sauerstoff angereichert wurde.

Die Erde umkreist die Sonne - und sich selbst

Die Erde ist etwa 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Damit ist sie nach Merkur und Venus der drittnächste Planet zu ihr und der erste mit einem Mond.

  • Die Nähe zur Sonne variiert, da die Erde sie elliptisch umkreist. Nikolaus Kopernikus korrigierte das geozentrische Weltbild, indem er erkannte, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Doch er dachte, die Umlaufbahn sei ein exakter Kreis.
  • Johannes Kepler entdeckte im Anschluss neue Gesetzmäßigkeiten, unter anderem das Gesetz von der Gestalt der Bahn. Es besagt, dass Planetenbahnen Ellipsen sind in deren Brennpunkt die Sonne steht.

Für diese Ellipse braucht die Erde ein Jahr. So entstehen Winter und Sommer, die jeweils zeitversetzt auf der Süd- und Nordhalbkugel einsetzen.

Zusätzlich zu dieser Umlaufbahn dreht sich die Erde wie alle anderen Planeten unseres Sonnensystems auch um sich selbst. Dazu braucht sie einen Tag. Das erklärt den Rhythmus von Tag und Nacht.

Sowie die Erde um die Sonne kreist, kreist der Mond um die Erde. Er braucht für eine Erdumdrehung 27 Tage. Da zwischen Mond und Erde auch ein gravitatives Verhältnis besteht und bewegliche Dinge sich dann bewegen, gibt es auf der Erde Ebbe und Flut.

Mehr zum Mond, dem treuen Begleiter der Erde

Die Erde umkreist die Sonne - und sich selbst

Die Erde ist der Mittelpunkt unseres Universums – zumindest für uns Menschen. Zwar wissen wir schon seit Kopernikus, dass sich die Sonne nicht um uns dreht, sondern wir uns um die Sonne.

Aber das hat nichts daran geändert, dass wir alles mit uns und unserer Lebensumgebung vergleichen. Unsere Welt ist verschwindend klein im kosmischen Vergleich, denn selbst unsere Galaxie, die Milchstraße, ist nur eine von vielen.

Und wir wissen um die Endlichkeit unseres Planeten wie um unsere eigene. Doch bisher bestätigen alle Beobachtungen des Universums und seiner Vorgänge, dass es keinen anderen Planeten gibt, auf dem ein so vielfältiges Leben möglich ist.

Wir sind einzigartig auch im kosmischen Vergleich. Deswegen haben es alle wissenserweiternden Erkenntnisse nicht geschafft, der Erde ihre Wichtigkeit zu nehmen.

Passend zum Thema: NASA TV: Live-Stream aus dem Weltall

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