POLITIK
31/03/2016 06:37 CEST | Aktualisiert 31/03/2016 06:40 CEST

BDK: Kriminelle Georgier nutzen lange Asylverfahren für Einbrüche

DPa
Der Vorsitzende des BDK, Andre Schulz

  • Der Bund der Kriminalbeamten erklärt den Anstieg bei Einbrüchen mit dem Wirken georgischer Banden

  • Intensivtäter würden Asyl beantragen, um Straftaten zu begehen

Neue Statistiken zu Wohnungseinbrüchen schockierten die Deutschen. Gegenüber dem letzten Jahr sind sie um 10 Prozent angestiegen, wie die "Welt" gestern berichtete.

Der Bund der Kriminalbeamten (BDK) macht die georgische Mafia für große Teile der 167.000 Einbrüche in Deutschland im Jahr 2015 verantwortlich. Damit bestätigt er, was der bayerische Innenminister Joachim Herrmann gegenüber der Huffington Post sagte.

Der BDK-Vorsitzende André Schulz sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Täter sind Teil der Organisierten Kriminalität. Dahinter steckt in vielen Fällen die georgische Mafia, die in Georgien gezielt Verbrecher anspricht und sie nach Deutschland schickt. Hier beantragen sie - ohne Aussicht auf Erfolg - Asyl und brechen in den acht bis zwölf Monaten, in denen sie im Asylverfahren stecken, regelmäßig ein.“

"Hochmobile, reisende Tätergruppen"

Die Einbruchskriminalität liege hierzulande im Wesentlichen in der Hand weniger großer Banden. Schulz sagte "Bild": Für einen Großteil der Einbrüche in Deutschland sind hochmobile, reisende Tätergruppen verantwortlich.

Professionelle Banden aus Südosteuropa gehen dabei regelrecht auf Raubzug in Deutschland, nehmen sich ganze Landstriche und Städte auf einmal vor.“ Eine erhebliche Anzahl von Straftaten geht laut BDK-Chef Schulz aber auch auf Täter aus dem Westbalkan und den Maghreb-Staaten zurück.

Schulz sagte "Bild": "Viele Täter stammen auch aus Serbien, aus Nordafrika aber sehr oft handelt es sich bei den Tätern auch Roma-Clans aus Albanien und dem Westbalkan.“

"Georgier kommen als Asylsuchende, um hauptsächlich Diebstähle zu begehen"

Deutschland sei für professionelle Einbruchsbanden geradezu ein Magnet, sagte der Polizei-Experte. Schulz sagte "Bild": "Deutschland ist für Einbrecher ein Paradies. Wir sind ein reiches Land inmitten eines grenzenlosen Europas. Das weckt Begehrlichkeiten bei Einbrecherbanden aus dem Ausland.“

Zuvor hatte auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Gespräch mit der Huffington Post "vor allem Intensivtäter aus Georgien" für Einbrüche im südlichsten Bundesland verantwortlich gemacht. In Bayern waren nach Angaben des dortigen Innenministeriums 2015 allein 35 Bürger für 600 Straftaten verantwortlich.

"Wir haben sehr stark den Eindruck, dass Georgier verstärkt als Asylsuchende hierher kommen, nur um hauptsächlich Diebstähle zu begehen", sagte Herrmann.

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