POLITIK
30/03/2016 15:59 CEST | Aktualisiert 31/03/2017 11:12 CEST

Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche wünscht sich zu Guttenberg zurück

Johannes Simon via Getty Images
MUNICH, GERMANY - JANUARY 31: Karl-Theodor zu Guttenberg, the former German defense minister, leaves the panel discussion of the vwb (Verein der Bayerischen Wirtschaft, or Bavarian Economic Association) on 'Security In Global Trade and Logistic Streams' at the former Karmeliterkirche church on January 30, 2014 in Munich, Germany. This is zu Guttenberg's first public appearance since he emigrated to the USA following his resignation in 2011 after it emerged that he had plagiarized a portion of his doctoral thesis while he was a university student. (Photo by Johannes Simon/Getty Images)

Deutschland will Karl-Theodor zu Guttenberg (44) zurück, das geht aus einer neuen Forsa-Umfrage für die Zeitschrift "Frau im Spiegel" hervor.

Demnach haben 48 Prozent der Befragten für eine Rückkehr des ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsministers gestimmt und damit immerhin fast jeder zweite Deutsche. 38 Prozent wollen ihn nicht wieder in der Politik sehen, 14 Prozent haben keine Meinung dazu.

"Die hohe Zustimmungsrate bei der Umfrage zeigt, dass er den Menschen gefallen hat und sie ihm die Affäre um seine abgeschriebene Doktorarbeit nicht dauerhaft übel genommen haben", erklärt Gertrud Höhler, Beraterin für Wirtschaft und Politik dem Magazin. Gerade derzeit würden sich Wähler Politiker wünschen, "die keine Duckmäuser sind, sondern Klartext sprechen".

In diesem Clipfish-Video erklärt Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Rücktritt

Auch als Kanzler sei Guttenberg angeblich gut

Noch überraschender ist jedoch, dass sich ihn ein Teil seiner Fürsprecher durchaus als Bundeskanzler vorstellen könnte. 36 Prozent derer, die ihn als Politiker wiederhaben wollen, gaben an, ihn sich als Regierungschef zu wünschen.

Umgerechnet auf alle Bundesbürger wären das immerhin 17 Prozent. Vor allem bei den Männern kommt Guttenberg gut an, von der männlichen Riege erhielt er doppelt so viele Stimmen, wie von der weiblichen Seite.

Kein "Happy End" mit der CSU in Sicht

Guttenberg war 2011 als Minister zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass er seine Doktorarbeit abgeschrieben hatte. Er zog sich mit seiner Familie in die USA zurück.

Einen Rückkehr zur CSU könne er sich nicht vorstellen. Er hat nun in den USA eine Beratungs- und Investmentfirma, mit deren Expansion er der "Süddeutschen Zeitung" zufolge gänzlich ausgefüllt sei.

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