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28/03/2016 07:36 CEST | Aktualisiert 28/03/2016 10:38 CEST

Eine Passagierin blickt auf das Handy ihres Sitznachbarn - Minuten später wird das Flugzeug geräumt

dpa

  • Easyjet-Maschine muss wegen angeblichem Terror-Verdächtigen an Bord geräumt werden

  • Eine Passagierin hatte vermutet, ihr Sitznachbar gehöre dem IS an

Der Blick aufs Handy des Sitznachbarn ist nicht sonderlich höflich, doch fast jeder erwischt sich dabei, wie er hin und wieder mal guckt, was die anderen so auf ihrem Smartphone anstellen.

Bei einer Flugpassagierin aber hatte es ungeahnte Folgen, als ihre Augen kurz vor dem Start der Maschine in Wien auf den Handybildschirm ihres Nebenmannes wanderten. Denn: Sie glaubte, darauf Botschaften der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu erkennen. Sie informierte das Kabinenpersonal und konnte veranlassen, dass der Flieger der Airline Easyjet geräumt wurde.

Erst musste nur der verdächtigte Iraker das Flugzeug verlassen, anschließend alle anderen Passagiere mitsamt Gepäck. Die gerufenen Sicherheitskräfte fanden in der Kabine aber exakt: nichts. Der Verdacht gegen den Iraker ließ sich bislang nicht erhärten, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Mann nach Befragung wieder auf freiem Fuß

Schließlich hob der Flieger mit drei Stunden Verspätung in Richtung London ab - ohne die Frau und ihren Sitznachbarn.

Beide wurden von den Ermittlern befragt, auch das Mobiltelefon des Mannes wurde überprüft. Ein Nähe zur IS-Miliz konnte bei dem Passagier, der nach eigenen Aussagen in London studiert, bisher nicht festgestellt werden.

Der Vorfall in Wien ereignete sich vier Tage nach den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen und eine U-Bahnstation, bei der 28 menschen ums Leben kamen.

mit Material von dpa

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