LIFESTYLE
26/03/2016 17:24 CET

Dieser gefährliche Stoff steckt in Ostereiern

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So gefährlich können Ostereier für eure Gesundheit sein

  • In Ostereiern kann sich ein gefährlicher Farbstoff verstecken

  • Käufer können nicht kontrollieren, aus welcher Produktion die gefärbten Eier stammen

Eltern verstecken sie, Kinder suchen sie - und essen tun sie sowieso beinahe alle: Gefärbte Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Sie sind weder kitschig noch aus der Mode. Trotzdem gibt es eine Nachricht, die den Eiergenuss erheblich vermiesen kann: Die bunten Leckereien können gesundheitsschädlich sein.

Den Grund dafür verriet der Chefredakteur der Testzeitschrift "Ökotest", Jürgen Stellpflug, im Hessischen Rundfunk: Gefärbte Eier aus dem Geschäft gelten als verarbeitete Produkte - deswegen müssen Hersteller keine Angaben mehr über die Legebetriebe machen, aus denen die Eier stammen. Boden- oder Freilandhaltung? Das bleibt ein Geheimnis.

Ein Farbstoff für das Eigelb

Allerdings ist denkbar, worum es sich in den meisten Fällen bei dem Oster-Bestseller handelt: billigste Eier aus Massenproduktion. Diese, sagt Stellpflug, seien ein Risiko. Denn die Kunden wünschen sich ein Eigelb, das leuchtend, kräftig und dunkel ist. Das gibt die Natur aber in der Regel nicht her. Also helfen die Eierproduzenten nach: Der Farbstoff Canthaxanthin, in Reinform rot, verhilft zu dem gewünschten satten Gelb.

Der Stoff kommt ins Ei, indem er an die Hühner verfüttert wird. Menschen würden ihn wohl nicht freiwillig essen - obwohl sein Einsatz nicht verboten ist. Gefährlich ist er laut Stellpflug allerdings, weil er sich im Augenhintergrund absetze und das Sehvermögen beeinträchtigen könne.

Vorsicht auch beim Färben

In Bio-Eiern hat die Farbe nichts verloren, sie darf nicht an die Hennen verfüttert werden. Vorsicht ist allerdings bei der Farbe geboten, die auf der Schale landet - ob bei industrieller Produktion oder zuhause. Farbstoffe gelangen durch die Schale ins Innere des Eis. Einige davon können Allergien auslösen. Beim Kauf sollte man daher unbedingt auf die Inhaltsstoffe E 151, E 122, E 127, E 102 und E 110 achten, wie es bei "stern.de" heißt. Wer es natürlich will, kann die Eier mit Spinat, Roten Beten, Blaukraut, Heidelbeersaft, Wermutkraut oder Kurkuma färben.

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