POLITIK
24/03/2016 18:13 CET

Papst wäscht Flüchtlingen und Frauen die Füße

Getty
Was der Papst heute tat, ist wunderschön - und eine kleine Sensation

  • Der Papst hat elf Flüchtlingen die Füße gewaschen

  • Auch Frauen bedachte der Papst mit der Demutsgeste - er hatte dafür ein Dekret geändert

Papst Franziskus hat am Gründonnerstag als Geste der Demut elf Flüchtlingen aus Afrika und Indien die Füße gewaschen. Unter den zuvor für das Ritual ausgewählten Asylbewerbern waren auch drei Muslime aus Mali. "Ob Muslime, Hindus, Katholiken oder Kopten, wir sind alle Brüder, wir sind alle Kinder desselben Gottes", sagte Franziskus und erinnerte an die Terroranschläge von Brüssel: "Das war eine Geste der Zerstörung, eine Geste des Krieges, von Menschen, die nicht in Frieden leben wollen."

Die Abendmahlmesse mit der traditionellen Zeremonie fand in einem Asylbewerberheim in Castelnuovo di Porto vor den Toren Roms statt, in dem derzeit mehr als 800 Menschen aus 26 Ländern leben.

Papst wäscht erstmals Frauen die Füße

Franziskus wusch auch vier Frauen die Füße - einer italienischen Mitarbeiterin der Einrichtung und drei koptisch-orthodoxen Frauen aus Eritrea. Franziskus hatte erst im Januar das Ritual offiziell geändert und per Dekret Frauen und Mädchen zugelassen. Die Flüchtlinge zeigten sich tief bewegt, viele weinten.

Die Fußwaschung am Gründonnerstag erinnert symbolisch daran, wie Jesu beim letzten Abendmahl die gleiche Geste an seinen Jüngern vollzogen hatte und gilt als Akt des gegenseitigen Dienens und der christlichen Nächstenliebe.

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