POLITIK
24/03/2016 13:49 CET | Aktualisiert 24/03/2016 17:02 CET

Studie warnt: Kein ausreichender Terror-Schutz für deutsche Atomkraftwerke

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Experten sehen Atomkraftwerke nicht ausreichend gegen Terror-Ataacken geschützt

  • Neue Debatte über die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke

  • Experten sehen sie nicht ausreichend gegen Terror-Ataacken geschützt

Deutliche Worte kurz nach den Attentaten in Brüssel: Die deutschen Atomkraftwerke seien nicht ausreichend gegen Terrorangriffe geschützt, warnt die Umweltorganisation BUND.

Die vorgesehene Vernebelung der Gebäude, die gezielte Angriffe aus der Luft verhindern soll, schütze die Reaktoren nur minimal, heißt es in einer Studie der Diplomphysikerin Oda Becker, die am Donnerstag bei einem BUND-Kongress in Berlin präsentiert wurde.

Der künstliche Nebel, der ohnehin nur an zwei Standorten installiert worden sei, "mindert (...) die Trefferwahrscheinlichkeit eines Flugzeugs nur unwesentlich".

Studie: Absturz eines Hubschraubers wäre durchführbar

Relativ einfach durchführbar wäre der Studie zufolge auch der Absturz eines mit Sprengstoff beladenen Hubschraubers. In diesem Fall drohe eine "erhebliche radioaktive Freisetzung", weil die Kraftwerke nicht gegen eine solche Detonation ausgelegt seien.

Auch das Einschleusen von Tätern werde durch die Zuverlässigkeitsprüfungen der Belegschaft nicht vollständig verhindert - und dürfte schwerwiegende Folgen haben.

Auch wegen Attacken-Gefahr: Verzicht auf Atomkraft gefordert

Diese Erkenntnisse nutze der BUND gleich für das Wiederholen einer alten Forderung: den sofortigen Verzicht auf die Atomkraft. "Es ist notwendiger denn je, aus dieser Technik auszusteigen", betonte der BUND.

Die Gesamtstudie zu aktuellen Problemen und Gefahren bei deutschen Atomkraftwerken hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bereits Anfang März präsentiert.