NACHRICHTEN
22/03/2016 08:21 CET | Aktualisiert 23/03/2016 02:57 CET

IS droht Westen mit "schwarzen Tagen" (NEWSBLOG)

Am Flughafen und in der Metro in Brüssel hat es am Dienstagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Viele Menschen starben, viele wurden verletzt. Die wichtigsten Informationen, ständig aktuell:

1:31 Uhr: Der Anti-Terror-Einsatz in Schaerbeek scheint beendet. Die belgische Polizei hat eine für Durchsuchungen eingerichtete Sicherheitszone aufgehoben. Die Anwohner konnten am frühen Mittwochmorgen in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete. Sie waren zuvor unter anderem in einer Turnhalle untergebracht gewesen.

0:16 Uhr:Anti-Terror-Ermittler haben bis in die Nacht hinein Gebäude in der Gemeinde Schaerbeek durchsucht. Auf Bildern vom Einsatzort waren maskierte und schwer bewaffnete Fahnder zu sehen. Das betroffene Gebiet war weiträumig abgesperrt.

Von der Razzia betroffene Anwohner, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnten, wurden in eine mit Betten ausgestattete Sporthalle gebracht, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Ein Ende des Polizeieinsatzes sei nicht absehbar, hieß es.

Bereits am frühen Abend hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass bei der Durchsuchung einer Wohnung in Schaerbeek eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden wurden.

23:10 Uhr: Unter den Verletzen der Terroranschläge von Brüssel sind mehrere US-Amerikaner. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag in Washington, dass ein US-Soldat sowie mehrere Mitglieder seiner Familie bei dem Anschlag am Flughafen von Brüssel verletzt worden sind.

20:34 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu den Anschlägen. "Soldaten des Kalifats" hätten den "Kreuzfahrerstaat Belgien" mit Sprengstoffgürteln und anderen Sprengsätzen angegriffen. Zugleich drohte der IS: "Wir versprechen den Kreuzfahrerstaaten, die sich gegen den Islamischen Staat verbündet haben, schwarze Tage, als Antwort auf ihre Aggression (...)".

19:22: Nach den Terroranschlägen haben Ermittler haben weitere Bomben am Flughafen gefunden. Bei Hausdurchsuchungen stellten Polizisten zudem eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat sowie chemische Substanzen sicher, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Am Flughafen ist laut dem Fernsehsender RTBF ein Entschärfungskommando vor Ort.

17:32: In Brüssel ist offenbar eine weitere Bombe gefunden worden. Sicherheitskräfte entschärften nach Angaben des Provinzgouverneurs der Region Brabant-Flandern einen Sprengsatz. Der Ort, an dem sich die Bombe befand, ist unklar.

16:28: Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu den Terroranschlägen in Brüssel bekannt. Das berichtet eine IS-nahe Nachrichtenagentur.

16:18: Medien haben Fotos von Verdächtigen der Brüsseler Anschläge veröffentlicht. Dies geht aus belgischen Berichten hervor.

16:09: Nach dem blutigen Anschlag am Brüsseler Flughafen hat die Polizei am Dienstagnachmittag die Suche nach Waffen und möglichen Verdächtigen am Airport eingestellt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Laut Medien kamen am Brüsseler Flughafen 14 Menschen ums Leben.

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Vor der Brüsseler Börse trauert ein Passant. Credit: AP

15:29: US-Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge verurteilt. "Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien", sagte er in der kubanischen Hauptstadt Havanna. "Es ist eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen muss." Nach Angaben des Weißen Hauses hatte Obama zuvor mit dem belgischen Premierminister Charles Michel telefoniert.

15:26: Dem Bericht eines örtlichen Fernsehsenders zufolge wird das Hauptgebäude der Europäischen Kommission von der Polizei evakuiert. Bis vier Uhr solle das Gebäude geräumt sein, heißt es in der Meldung. Im Anschluss sollten Polizisten die Räume durchsuchen. Ein britischer Europaabgeordneter teilte auf Twitter mit, dass es ihm derzeit nicht möglich sei, das nahe gelegene Europäische Parlament zu verlassen.

15:18: Papst Franziskus hat sich ebenfalls zu den Brüsseler Gewalttaten geäußert. Darin verurteilte er "blinde Gewalt, die so viel Leiden verursacht". Er schickte ein Telegramm an Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Jozef De Kesel. Darin drückte er sein Mitgefühl gegenüber den Opfern und ihren Familien aus.

15:08: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nennt die Terroranschläge menschenverachtende Gewalttaten. "Die Attentäter haben mit den heutigen Anschlägen in Brüssel bewusst auf das Herz Europas gezielt und ihren blinden Hass auf unsere europäischen Werte gezeigt: auf unsere Demokratie und unsere Freiheitsrechte", sagte der CSU-Vorsitzende laut Staatskanzlei in München. Bayern hat seine Vertretung in der belgischen Hauptstadt vorerst bis nach Ostern geschlossen.

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Sanitäter transportieren einen Verletzten ab. Credit: AP

15:03: Nach den Anschlägen steigt die Nervosität in Europa: Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve teilte mit, dass bei bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich "sehr hohe Sicherheitsmaßnahmen" gelten müssten, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Bei dem vom 10. Juni bis 10. Juli dauernden Ereignis solle "kollektive Sicherheit" garantiert werden.

14:53: Das belgische Atomkraftwerk Tihange ist nach Angaben des Betreibers Electrabel nicht evakuiert worden. Vielmehr sei verzichtbares Personal aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt worden, meldete das Unternehmen am Dienstag auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

14.25 Uhr: Experten haben verdächtige Gegenstände gesprengt. Wie belgische Medien und Behörden berichten, wurde ein Gegenstand am Flughafen - möglicherweise den gefundenen Sprengstoffgürtel - zur Detonation gebracht, außerdem ein Gegenstand an der evakuierten Freien Universität sowie ein Auto am Boulevard General Jacques.

14.24 Uhr: Das nationale Krisenzentrum hat auch eine Telefonnummer für Anrufer aus dem Ausland eingerichtet:

14.20 Uhr: Die belgischen Behörden haben einen Leitfaden für alle Menschen in Brüssel veröffentlicht. Unter anderem heißt es darin, die Eltern sollten ihre Kinder in den Schulen lassen, dort seien sie sicher. Tatsächlich ist Chaos zu erwarten, falls Eltern ihre Kinder mit dem Auto abholen wollen - denn der öffentliche Nahverkehr steht komplett.

14.15 Uhr: Am Flughafen wurde belgischen Medienberichten nach eine Sprengstoffweste gefunden:

14.12 Uhr: Das belgische Atomkraftwerk Tihange 70 Kilometer von Aachen entfernt wird nach den Anschlägen in Brüssel evakuiert. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag unter Berufung auf den lokalen Polizeichef.

14.05 Uhr: Das Auswärtige Amt hat die Anschläge mit eindringlichen Worten verurteilt:

13.46 Uhr: Die belgische Regierung schließt nicht aus, dass noch ein oder mehrere Attentäter in der Stadt unterwegs sind. Das sagte Außenminister Didier Reynders in einem Interview. Ob es einen Zusammenhang mit der Festnahme eines der mutmaßlich führenden Köpfe der Paris-Attentate, Saleh Abdeslam gibt, ist unklar. Die beiden Partner Abdeslams, Najim Laachraoui (24) und Mohamed Abrini (31), werden seit Längerem gesucht.

13.42 Uhr: Die niederländische Polizei hat am Dienstag für einige Zeit den Bahnhof von Hoofddorp bei Amsterdam evakuiert und abgesperrt. Ein internationaler Zug aus Brüssel sei nach einer Meldung durchsucht worden. Es sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Der Bahnhof wurde wieder freigegeben.

13.37 Uhr: Der Sender VRT meldet, die Zahl der Toten sei auf 34 gestiegen. 20 hätten in der Metro ihr Leben lassen müssen, 14 am Flughafen.

13.32 Uhr: Der Sender RTBF veröffentlicht Details zum Anschlag in der Metro: Demnach habe es sich um einen alten, dreigliedrigen Zug gehandelt. Die Explosion habe sich direkt nach dem Anfahren des Zuges Richtung Station Arts-Loi ereignet. Die Bombe sei im zweiten Waggon detoniert, noch bevor der Zug die Haltestelle verlassen hatte. Der U-Bahn-Fahrer stoppte sofort und evakuierte die Fahrgäste.

Razzien in Brüssel

13.25 Uhr: In Brüssel hat es mehrere Razzien gegeben. Ermittler seien auf der Suche nach Verdächtigen, die mit den Attentaten zu tun haben könnten, berichtete der öffentliche Sender RTBF mit Hinweis auf Justizquellen.

13.24 Uhr: Der US-Sender CNN meldet, auch die belgische Königsfamilie sei evakuiert worden.

American Airlines: Explosion nicht am eigenen Schalter

13.22 Uhr: Der US-Sender WBTV verbreitet ein Statement von American Airlines. Darin dementiert die Fluggesellschaft, dass die Explosion in der Nähe ihres Schalters am Flughafen stattgefunden habe.

13.17 Uhr: Nach Informationen des belgischen Senders RTBF wurde im Flughafen Zaventem eine Kalaschnikow gefunden. Die Agentur Belga hatte zuvor einen nicht näher bezeichneten Waffenfund gemeldet.

13.15 Uhr: In Brüssel werden noch mehr Gebäude evakuiert. Zunächst war nur von dem riesigen Komplex der Rentenversicherung die Rede gewesen, jetzt auch die Freie Universität.

13.13 Uhr: Die Lufthansa hat alle Flüge von und in die belgische Hauptstadt gestrichen. Am Dienstag seien davon 25 Flüge mit etwa 2000 Passagieren betroffen, teilte Europas größter Luftverkehrskonzern auf seiner Homepage mit. Zwei Maschinen, die in München und Frankfurt gestartet und auf dem Weg nach Brüssel waren, seien nach Köln und Lüttich umgeleitet worden. Flugtickets von und nach Brüssel im Zeitraum bis zum 28. März könnten kostenfrei umgebucht oder storniert werden. Die Regelung gelte für alle Airlines der Lufthansa Group (Austrian Airlines, Lufthansa, Brussels Airlines, Swiss, Eurowings).

12.51 Uhr: Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, hat via Twitter angekündigt, dass der Eiffelturm am Dienstag in den Farben Belgiens beleuchtet werde.

12.38 Uhr: Frankreichs Präsident Francois Hollande hat sich zu den Terroranschlägen geäußert - und dabei ähnlich wie der deutsche Innenminister argumentiert. Hollande sagte: "Der Terror hat Brüssel getroffen. Aber Europa stand im Visier."

12.32 Uhr: Das Rote Kreuz in Belgien bittet um Blutspenden. Gesucht werden die Blutgruppen A negativ und Null negativ.

Außerdem bietet das Rote Kreuz eine Internetseite, auf der sich Menschen registrieren können, die entweder Angehörige suchen oder ihren Angehörigen mitteilen möchten, dass es ihnen gut geht.

12.25 Uhr: Die belgische Nachrichtenagentur Belga meldet, am Flughafen seien Waffen gefunden worden.

Mindestens 26 Tote und 136 Verletzte in Brüssel

12.24 Uhr: Bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen sind elf Menschen getötet und 81 verletzt worden. Das sagte Gesundheitsministerin Maggie De Block, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Bisher war laut Medienberichten von 13 Toten am Flughafen die Rede gewesen.

12.16 Uhr: Der Sprecher der Brüsseler Transportbetriebe, Guy Sablon, sagte, die Zahl der Toten in der Metro sei auf 15 gestiegen, 55 Menschen seien verletzt worden.

Deutscher Innenminister: Der Anschlag galt auch uns

12.12 Uhr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) spricht in einer Pressekonferenz über die Anschläge. Der CDU-Politiker zeigte sich "tief betroffen". Er sagte, angesichts der Auswahl der Ziele sei klar, dass die Anschläge nicht nur Belgien galten, "sondern unserer Freiheit, unserer Bewegungsfreiheit, der Mobilität und allen, die Teil der EU sind. Deswegen fühlen wir uns genauso getroffen von dem Anschlag", sagte er.

Auch Deutschland habe "Schutzmaßnahmen im Bereich der kritischen Infrastruktur" vorgenommen. Konkreter wurde der Minister nicht. Außerdem habe Deutschland die Grenzkontrollen im Westen verstärkt. Informationen über einen Deutschlandbezug der Täter oder über deutsche Opfer habe er nicht.

12.02 Uhr: Nach der Pressekonferenz bleiben viele Fragen offen. Weder ist klar, wie viele Opfer es gab, noch gibt es nähere Hinweise auf die Täter. So ist auch unklar, ob die Anschläge mit der Festnahme eines der mutmaßlichen Paris-Attentäter vor wenigen Tagen zusammenhängt.

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