Bundesrechnungshof rügt Verschwendung bei Bundeswehr: Strickleiter für 7000 Euro

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Zwei Schiffe der Bundeswehr | Getty
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  • Der Bundesrechnungshof rügt Verschwendung in Tischlereien der Bundeswehr
  • Die Mitarbeiter sollen sündteure Einzelstücke gefertigt haben, die man im Baumarkt billig bekommen hätte

Der Bundesrechnungshof hat einen neuen Bericht vorgestellt, aus dem die "Bild"-Zeitung am Dienstag zitiert. Demnach rügen die unabängigen Finanzkontrolleure des Bundes die hohen Ausgaben in den Tischlereien der Bundeswehr.

Die Mitarbeiter seien nicht ausgelastet und würden deshalb Aufgaben bekommen, die eigentlich nicht in ihre Zuständigkeit fielen.

Danach fertigten die Mitarbeiter "mit hohem Aufwand" unter anderem "repräsentative Gegenstände", die private Anbieter wie Baumärkte "weit günstiger" anbieten könnten. < br>
  • Für die Fregatte "Emden" etwa hätten die Tischler eine Strickleiter gefertigt, sechs Meter lang. Kostenpunkt: 7000 Euro statt 300 im Fachgeschäft.
  • Die Korvette "Oldenburg" habe einen Rettungsring-Ständer bekommen, der ohne Material 14.000 Euro koste.
  • Die Fregatte "Köln" erhielt eine Halterung für eine Glocke im Wert von 8000 Euro - und zwar wenige Wochen, bevor das Schiff ausgemustert wurde.

Der Rechnungshof hat in den vergangenen Jahren den Umgang der Bundeswehr mit Steuergeld immer wieder kritisiert. So monierten die Prüfer zum Beispiel 2014, dass die Bundeswehr über die Jahr 50 Millionen Euro für einen eigenen Fernsehsender ausgegeben hatte, ohne jemals nachzuweisen, dass es diesen überhaupt brauche.

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