POLITIK
22/03/2016 13:16 CET

"Überall lagen Tote, es war entsetzlich": Augenzeugen schildern die Anschläge in Brüssel

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"Überall lagen Tote, es war entsetzlich": Augenzeugen schildern die Anschläge in Brüssel

  • Im Netz kursieren erste Augenzeugenberichte von den Anschlägen in Brüssel

  • Die Menschen in Brüssel sprechen von zahlreichen Verletzten und Toten

Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt Brüssel erschüttern Europa. Immer mehr Bilder von den Tatorten tauchen auf und offenbaren das Ausmaß der Anschläge.

Der 25-jährige Student Claudio aus Brüssel hielt sich zur Zeit des Anschlags in der Abflughalle des Flughafens Zaventem auf. Der belgischen Nachrichtenseite "HLN.be" schilderte er:

"Ich saß im Flughafen, als die erste Bombe explodierte. Ein Stück Glas traf mich am Kopf. Zusammen mit vielen anderen suchte ich im Starbucks Deckung. Kurz danach explodierte die zweite Bombe hinter mir. Überall war Blut, etwa zehn, fünfzehn Menschen lagen tot auf dem Boden. Es war entsetzlich."

Im britischen Fernsehsender BBC berichtete ein Mann Ähnliches: "Jeder hat geschrien und alle sind einfach nur noch gerannt. Im zittere immer noch“.

Aufnahmen einer sichtlich aufgelösten Frau

Auch der deutsche Sender n-tv sprach mit einer Touristin. Diese sagte, nach der ersten Explosion seien alle evakuiert worden: "Danach gab es direkt eine zweite, heftige Explosion.“

Bei Twitter finden sich bereits weitere Augenzeugenberichte. Ein amerikanischer Journalist veröffentlichte hier ein Video eines Touristen, der sich ebenfalls zur Anschlagszeit im Flughafengebäude aufhielt. "Es gab zwei Explosionen", berichtet er. "Die zweite war nur wenige Meter von mir entfernt. Überall war Rauch."

Auch von den Vorfällen im U-Bahn-Tunnel gibt es bereits Augenzeugenberichte. Ein flämischer Journalist filmte diese sichtlich aufgelöste Frau, die aus der U-Bahn-Station entkommen war. Unter Tränen sagt sie: "Die Menschen haben geschrien und alle sind nur noch gerannt."

Auch dieser Mann berichtet von seinen Eindrücken. Er befand sich wohl in einer Bahn, als sich die Explosion ereignete. Es habe eine Bandansage gegeben, dass sich die Weiterfahrt verzögere. Dann sei Rauch in die Bahn eingedrungen und Menschen hätten begonnen, die Fenster zu schließen, bevor Bahnpersonal zur Hilfe geeilt sei.

Der belgische Nachrichtenreporter vom belgischen Fernsehsender VTM berichtete aus dem Flughafengebäude: "Ich dachte, dass es Gewehrfeuer war, darum habe ich meiner Freundin sofort gesagt, dass wir uns auf den Boden legen müssen.

Unmittelbar danach gab es 20 Meter hinter uns einen gewaltigen Knall. Hinter uns lagen Verletzte, und dann kamen Soldaten und Sicherheitsleute", zitiert ihn die Schweizer Nachrichtenseite "Watson".

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