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22/03/2016 22:10 CET | Aktualisiert 22/03/2016 22:13 CET

5 traurige Fakten über die mutmaßlichen Attentäter von Brüssel

AP
Das Bild zeigt zwei Männer, die für den Terrorakt von Brüssel verantwortlich sein könnten.

  • Nach den Brüsseler Anschlägen wird nach mindestens einem Mann gefahndet

  • Hinter den Taten steckt offenbar der IS

Drei Explosionen hat es in Brüssel gegeben. 34 Menschen sind tot, weit über 230 verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) - auch erste Ergebnisse der belgischen Ermittler deuten auf eine Urheberschaft der islamistischen Extremisten hin. Die Aufklärung nach dem Angriff auf die europäische Metropole ist angelaufen.

Erste Informationen über die mutmaßlichen Terroristen sind bereits an die Öffentlichkeit gelangt. Das ist bislang über die Menschen bekannt, die Brüssel angegriffen haben:

1. Sie handelten im Auftrag des IS

Der IS bekannte sich nach den Explosionen zum Anschlag von Brüssel. Fahnder entdeckten bei einer Hausdurchsuchung zudem eine Flagge der Organisation nebst chemischer Substanzen. Augenzeugen der ersten Explosion am Brüsseler Flughafen berichten zudem, dass mehrere Männer kurz zuvor etwas auf Arabisch gerufen hätten.

2. Zwei Männer sprengten sich am Flughafen in die Luft, einen vermutet die Polizei auf der Flucht

Wie viele Täter insgesamt an der Explosion am Flughafen sowie den zwei weiteren Explosionen an Brüsseler U-Bahn-Stationen beteiligt waren, ist unklar. Ein Bild, das die belgische Bundespolizei veröffentlichte, zeigt drei Männer, die mit der Tat zu tun haben könnten. Es stammt von einer Überwachungskamera des Flughafens. Zwei der Personen darauf sollen sich in die Luft gesprengt haben, nach der dritten wird gefahndet.

3. Sie könnten in die Anschläge von Paris verwickelt sein

Handelt es sich bei zweien der Männer auf dem Foto um Najim Laachraoui and Mohamed Abrini? Beide gelten als Verdächtige der Anschläge von Paris, wie der britische "Telegraph" berichtet. Sie werden namentlich gesucht.

Beide befanden sich auf der Flucht, nachdem am Freitag ihr mutmaßlicher Komplize Salah Abdeslam in Brüssel festgenommen worden war. Gleich danach war es zu zwei Explosionen in der belgischen Hauptstadt gekommen.

4. Die Polizei kennt den Verdächtigen vom Flughafen-Foto

Die belgische Polizei fahndet nach dem Mann mit Hut - der Person, die auf dem Flughafen-Foto zu sehen ist und die sich nicht in die Luft gesprengt hat. Die Suche nach dem Mann läuft mittlerweile grenzüberschreitend. Die Polizei vermutet also offenbar, dass er über die belgische Grenze geflüchtet sein könnte. Einem Bericht der "Bild" zufolge ist der Verdächtige der Polizei bekannt. Er sei Ermittlern bereits 2015 wegen einer Reise in die muslimische Pilgerstadt Mekka aufgefallen.

5. Die Täter verwendeten einen für Terroristen typischen Sprengsatz

Die Bomben der drei Brüsseler Explosionen waren so konstruiert, dass sie bei den Opfern schwerste Verletzungen hervorrufen und möglichst viele Umstehende töten konnten. Es handelte sich wohl um Nagelbomben - Sprengsätze, die mit Nägeln gespickt sind, welche im Moment der Explosion wie Geschosse durch die Gegend fliegen und alles durchbohren. Darauf deuten die Aussage eines Krankenhausarztes und das Röntgenbild eines Opfers hin.

Bei Sprengstoffexperten werden solche Waffen als unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen bezeichnet - sie sind ein typisches Werkzeug von Terroristen und somit ein deutlicher Hinweis auf den Hintergrund der Täter.

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