POLITIK
22/03/2016 07:04 CET | Aktualisiert 22/03/2016 08:14 CET

Prostituierte für Dubai: AfD will diese Kandidatin loswerden

  • Die AfD in Norddeutschland möchte eine Kandidatin von ihrer Landtagsliste streichen

  • Ihr wird vorgeworfen, Damen für einen Escort-Service in Abu Dhabi angeworben zu haben

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern streicht eine Kandidatin von ihrer Landtagsliste– aus pikanten Gründen.

Petra Federau soll nach Recherchen der „Schweriner Volkszeitung“ junge Frauen aus Norddeutschland für den in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Escort-Service „Beauty Escort 4You – German Beautys“ angeworben haben. Der Zeitung nach habe sie die Frauen selbst zu „Einsätzen im arabischen Raum“ begleitet.

Wie der NDR nun meldet, sieht der AfD-Kreisvorstand in Schwerin, Thomas de Jesus Fernandes, das Vertrauen in Federau erschüttert. Die Partei wolle ihr nahelegen, selbst den Listenplatz aufzugeben. Ein AfD-Sprecher sagte dem Sender, Federau sei nicht zu klärenden Gesprächen bereit gewesen.

Der Kreisvorstand begründet seine Kritik nicht inhaltlich, er sehe sich nicht „als Hüter einer Sexualmoral vergangener Tage“ – sondern damit, dass die Partei von dieser Tätigkeit nichts gewusst habe.

Öffentlich hatte sich Federau nicht geäußert, ihr Anwalt ließ laut „Schweriner Volkszeitung“ verlauten, man habe nichts gegen sauber recherchierte Artikel.

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