POLITIK

So geschmacklos instrumentalisiert die AfD die Anschläge in Brüssel

22/03/2016 14:23 CET | Aktualisiert 22/03/2016 16:42 CET

Dass die ersten geschmacklosen Reaktionen auf die Anschläge in Brüssel nicht lange auf sich warten lassen würden, war abzusehen.

Dass sie zuerst aus dem rechtspopulistischen Lager kommen, verwundert wohl niemanden.

Die AfD Rheinland-Pfalz postete bei Facebook ein Bild mit einem Slogan, der die mutmaßlichen Terroranschläge in der belgischen Hauptstadt in direkten Zusammmenhang mit der Flüchtlingspolitik Merkels stellt:

"Anschläge in Brüssel - Wir opfern unsere Freiheit, Sicherheit und Kultur auf den Wilkommensaltar Merkels“, heißt es hier. Hinterlegt sind die Worte mit einem Bild schwarzer Rosen.

Merkels Politik der offenen Scheunentore macht die Radikalisierung von Islamisten erst möglich. Attentate wie die...

Posted by AfD Rheinland-Pfalz on Dienstag, 22. März 2016

Dazu schreibt die Partei neben dem Bild: "Merkels Politik der offenen Scheunentore macht die Radikalisierung von Islamisten erst möglich.“ Die Attentate seien eine direkte Folge unkontrollierter Einwanderung. Die Bundeskanzlerin habe den Bezug zur Realität verloren.

Die Instrumentalisierung des Grauens von Brüssel ist nicht nur pietätlos, sondern zu diesem Zeitpunkt noch verfrüht. Noch ist über die Hintergründe der Attentate wenig bekannt.

Der AfD ist das egal: Sie freut sich – wie bereits bei Terrorattacken in der Vergangenheit – über jede Gelegenheit gegen Zuwanderung, Flüchtlinge und Willkommenskultur zu hetzen.

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