POLITIK

So sieht Kim Jong-Un nicht mehr aus

21/03/2016 12:38 CET | Aktualisiert 25/04/2016 15:19 CEST

Es sieht so aus, als würde Kim Jong-Un den Kommunismus ganz neu auslegen: Während sein Volk Hunger leidet, lässt er es sich gut gehen. Das erinnert eindeutig mehr an absolutistische, verschwenderische Herrscher aus der Vergangenheit als an die Ideale von Karl Marx.

Steaks und Champagner

Dass Kim Jong-Un sich so gern den Bauch voll schlägt, sieht man ihm auch an. Gut genährt war der nordkoreanische Diktator ja schon immer - aber jetzt platzt er förmlich aus den Nähten. Die britische „Daily Mail“ führt Kims Zunahme auf seine extravaganten Essgewohnheiten zurück. Der Diktator liebe Kobe-Steaks, Schweizer Käse und Champagner einer Luxusmarke. Ein früherer Koch sagte dem Blatt, Kim trinke mitunter zwei Flaschen zum Abendessen.

Für seine Untertanen, die Hunger leiden und teilweise auf Hilfsgüter angewiesen sind, muss das wie Hohn klingen. Doch wahrscheinlicher ist es, dass sie nichts davon wissen: Nachrichtenmedien werden vollständig vom Staat kontrolliert, vom Ausland sind die Bürger isoliert.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Aushungern

Während es sich ihr Diktator anscheinend gut gehen lässt, hat sich die Zahl der hungernden Nordkoreaner laut der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Viele der Kinder sind schwer mangel- und unterernährt, wie Fotos des Magazins "Cicero" beweisen. Aufgrund der unkooperativen Regierung sind seit 2005 fast keine Hilfsorganisationen in Nordkorea mehr im Einsatz.

Zahlreiche Staaten haben 2015 vor dem UN-Menschenrechtsrat bereits ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof gegen das Regime in Nordkorea wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefordert wegen Missbrauch als Arbeitssklaven und Aushungerung.

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