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20/03/2016 13:06 CET | Aktualisiert 20/03/2016 13:12 CET

Ein Student hat sich eine eigene Zahnspange gebastelt - so sehen seine Zähne heute aus

Dieser Student kann selbstsicher von Ohr zu Ohr grinsen - und das liegt nicht an einem guten Kieferorthopäden.

Amos Dudley, ein 24-jähriger Student, der Digital Design am New Jersey Institute of Technology studiert, fühlte sich wegen seiner Zähne befangen. Doch als Student hatte Dudley nicht genug Geld, um sich eine Zahnspange leisten zu können.

zahnspange

Also beschloss er, seine Zahnspange mit einem 3-D-Drucker herzustellen und dokumentierte das Projekt in einem Blog-Beitrag. Seine Zahnspange hat weniger als 60 Dollar gekostet und nachdem er sie etwa 16 Wochen lang getragen hat, sind seine Zähne eindeutig gerader.

"Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich ganz befreit lächeln kann", schrieb Dudley in seinem Blog, nachdem er seine Do-It-Yourself-Zahnspange gebastelt hatte. "Das ist das Wichtigste."

zaehne nach spange

Dudley sagte "Buzzfeed News", dass er in der Highschool schon einmal eine Zahnspange hatte, doch er schaffte es nicht, sie dauerhaft zu tragen. In seinem Blog erwähnt er, dass er für eine Weile vermieden habe, zu lächeln, weil er über seine Zähne unglücklich war.

"Sie waren nicht schrecklich, aber sie waren schief genug, um mir ein schlechtes Gefühl zu geben", erklärt er in seinem Blog.

zahnspangen

Doch Clear-Aligner oder durchsichtige Spangen wie Invisalign können sehr teuer werden und kosten in den USA bis zu 8000 Dollar. Doch als er sich diese teuren, durchsichtigen Spangen ansah, ging ihm plötzlich ein Licht auf - sie sahen aus als hätten sie die gleichen Riefelungen wie Produkte aus dem 3-D-Drucker.

Also beschloss er, dass 3-D-Druck-Equipment seiner Uni zu benutzen und scannte und druckte Modelle seiner Zähne, wie CNN Money berichtet. Dann goss er ungiftige Plastik-Formen daraus und stellte zwölf Zahnspangen her. Er benutzte ein Animations-Program, um herauszufinden, welche Regulierung jede der Spangen haben muss - ein Prozess, den viele Kieferorthopäden sich zunutze machen.

amos dudley

"Ich plante die Verschiebung meiner Zähne mit einer 3-D-Animation, damit sie auf ihrem Weg nicht miteinander kollidieren konnten", schrieb er der Huffington Post in einer E-Mail. "Ich benutze jeden Frame der Animation für einen Ausrichtungsschritt. Ich legte die Anzahl der Schritte (Frames), die ich brauchte, fest, indem ich nachschlug, wie stark ein Zahn sich in einer bestimmten Zeit maximal verschieben kann, ohne dabei Schaden anzurichten."

Der Student sagte CNN Money vor wenigen Tagen, dass er die letzte Spange des Sets immer noch trage.

Dudley, der nicht empfiehlt, sein Experiment nachzumachen, sagte der Huffington Post, dass er für das Projekt keinen Kieferorthopäden aufgesucht habe. Er bezog seine Informationen aus Büchern und Artikeln. Und obwohl es aus finanzieller Sicht eine gute Alternative zu professionell hergestellten Klammern ist, sagte er "Buzzfeed", dass er das Projekt nicht nur aus Geldmangel begonnen habe - er wollte außerdem eine Herausforderung.

"Als mir klar wurde, dass ich etwas tun konnte, das entgegen der Norm ist, mit dem ich meine Fähigkeiten als Designer und Hersteller beweisen und gleichzeitig etwas reparieren konnte, das mich belastete - und das quasi kostenlos - hatte ich das Gefühl, dass es das Risiko wert ist", sagte er.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Gina Louisa Metzler aus dem Englischen übersetzt.

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