LIFESTYLE
19/03/2016 16:09 CET

Darum hat auch Niki Lauda keinen Kontakt mehr zu Schumacher

Andreas Rentz via Getty Images
NUERBURGRING, GERMANY - JUNE 23: GP VON EUROPA 2001, Nuerburgring; Niki LAUDA und Ralf SCHUMACHER (GER)/BMW WILLIAMS (Photo by Andreas Rentz/Bongarts/Getty Images)

  • Schumacher lebt weiter zurückgezogen im Kreis der Familie

  • Niki Lauda wünscht sich Neuigkeiten

  • Er kritisiert den Weg der Abschottung und hofft auf offene Kommunikation

Über zwei Jahre ist es her, dass der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher in den französischen Alpen verunglückte und monatelang im künstlichen Koma lag - und noch immer ist ungewöhnlich wenig über seinen aktuellen Gesundheitszustand bekannt. Er erholt sich in seinem Anwesen im westschweizerischen Ort Gland, doch mehr weiß nur seine Familie.

Lauda: "Wir alle hoffen, hoffen, hoffen"

Dabei wünschen sich nicht nur Fans Neuigkeiten von ihrem Idol, sondern auch ehemalige Kollegen von ihrem alten Freund. Nach Schumachers ehemaligem Manager Willi Weber, Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Fia-Präsident Jean Todt meldet sich jetzt auch der frühere Weltmeister Niki Lauda zu Wort.

"Ich denke oft an ihn, aber ich habe leider keinen Kontakt", sagte der Österreicher bei "Sky". "Wir alle hoffen, hoffen, hoffen. Wir warten auf einen Strohhalm, der zugeworfen wird. Wie wird es weitergehen?"

Ist Schumachers Familie auf dem richtigen Weg?

Er verstehe, dass die Familie ihn schützen wolle, aber dennoch: Lauda glaubt nach eigenen Angaben nicht, dass die aktuelle Strategie die richtige ist. "Die Frage ist, ob man nicht doch einen Mittelweg finden kann, irgendeine Art offener Kommunikation", sagte er dem TV-Sender. Das sei auch wichtig, um wilde Spekulationen aus dem Weg zu räumen und diesen vorzubeugen.

Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass die Familie Schumacher und sein Management ihre Einstellung überdenken - da kann auch ein Niki Lauda nichts ändern. Einige enge Freunde stehen in Kontakt mit seiner Ehefrau und Managerin, der Rest soll wohl aus guten Gründen nicht mehr über den Zustand des Sportlers erfahren. Managerin Sabine Kehm will die Privatsphäre Schumachers weiterhin konsequent schützen - nach dem Vorbild, wie er selbst es früher auch tat.

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