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18/03/2016 18:11 CET | Aktualisiert 18/03/2016 19:58 CET

Nach Festnahme: Zwei Explosionen erschüttern Brüssel

dpa
Terror-Verdächtiger festgenommen

  • Nach der Festnahme Salah Abdeslams kam es in Brüssel zu zwei Explosionen

  • Zuvor war der verdächtigte Terrorist festgenommen worden
  • Bei der Terror-Razzia fielen mehrere Schüsse

Nach der Festnahme des potenziellen Paris-Attentäters Salah Abdeslam hat es in Brüssel zwei Explosionen gegegeben.

Die Polizei suche im Stadtteil Molenbeek noch immer nach einer weiteren verdächtigen Person. Das berichtet "Focus Online" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur "AP".

Salah Abdeslam soll verletzt, aber am Leben sein

Vier Monate nach den Terroranschlägen von Paris hatten Fahnder am Freitagnachmittag den flüchtigen Hauptverdächtigen Salah Abdeslam gestellt.

Die belgische Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme weniger später. Das teilte der belgische Vize-Premierminister Didier Reynders am Freitagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der 26 Jahre alte Salah Abdeslam soll am Freitag bei einem Großeinsatz der Polizei in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek bei der Festnahme verletzt worden sein, wie der öffentliche Rundfunksender RTBF am Freitag meldete.

Die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigte den Bericht allerdings zunächst nicht. Auch der französische Präsident François Hollande sagte bei einer Pressekonferenz, er habe keine Bestätigung, dass sich Abdeslam wirklich an dem Ort des Polizeieinsatzes aufgehalten habe.

Abdeslam gilt als einer der meistgesuchtesten Terroristen Europas

Salah Abdeslam steht im Verdacht, an den Pariser Anschlägen beteiligt gewesen zu sein. Er ist deswegen einer der meistgesuchten Terroristen Europas.

Abdeslam ist zugleich Bruder eines der Selbstmordattentäter, die sich in Paris mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt hatten. Wie andere berüchtigte Islamisten wuchs auch er in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek auf. Diese gilt als Islamistenhochburg.

Bei den Pariser Anschlägen vom 13. November hatten mehrere Attentäter im Konzertsaal "Bataclan", an verschiedenen Bars und Restaurants sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis Anschläge verübt. Insgesamt starben bei der Terrorserie 130 Menschen.

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