Krank und gebrechlich: Das haben 100 Jahre Überzüchtung aus Hunden gemacht

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Im Laufe des letzten Jahrhunderts sind Hunde mehr und mehr zu einem modischen Accessoire geworden. Einst arbeiteten sie als Hütehunde, beschützen Haus und Hof oder halfen den Menschen bei der täglichen Arbeit. Heute müssen Hunde vor allem hübsch anzusehen sein.

In den vergangenen 100 Jahren haben Züchter sich immer mehr an einem Schönheitsideal orientiert, das zu starken Transformationen der Rassen geführt hat. Diese Überzüchtung hat zum Teil furchtbare Folgen: Die Tiere leiden unter Atemnot, entzündeten Augen, deformierten Skeletten und Lähmungen.

Möpse etwa leiden häufig an Atemproblemen, Missbildungen des Gaumens und Schluckbeschwerden, weil ihre Schnauzen so stark zurückgezüchtet wurden.

Schäferhunde haben häufig Hüftprobleme, weil ihre Rückenwirbelsäule aufgrund der Züchtung stark abgeknickt ist. Ein weiteres Problem der Rassenzucht besteht darin, dass Erbkrankheiten von Generation zu Generation weitergegeben werden, da die Tiere sich nicht auf natürliche Weise vermehren und so den Genpool erweitern.

Rassehunde haben daher häufig eine geringere Lebensdauer, sind anfälliger und schwächlicher als Mischlinge. Und all das nur, damit sie unseren Absurden Vorstellungen von Schönheit entsprechen.

In der folgenden Gallerie könnt ihr sehen, wie extrem sich verschiedene Hunderassen in den letzt 100 Jahren verändert haben:

Bull Terrier


Dackel


Boxer


Englische Bulldogge


Bernhardiner


Basset


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