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17/03/2016 15:20 CET | Aktualisiert 17/03/2016 15:23 CET

Migräne: Diese acht Tipps machen den Kopfschmerzen ein Ende

Hemera Technologies via Getty Images
Medizin gegen Migräne: Diese acht Tipps machen den Kopfschmerzen ein Ende

  • 10 Millionen Menschen leiden an Migräne

  • Magnesium kann die Beschwerden lindern

  • Triggerfaktoren meiden

Steht der Frühling vor der Tür, bereitet das Vielen Kopfschmerzen. Der Temperaturwechsel sorgt bei empfindlichen Menschen für Migräne. Mit den tobenden Kopfschmerzen, dem Gewitter im Kopf, sind Migränepatienten in Deutschland nicht allein.

Schätzungsweise 10 Millionen Menschen leiden unter dem halbseitigen Kopfschmerz, der oftmals von Übelkeit oder Erbrechen begleitet wird. Helles Licht wird zum Horror, die einzige Rettung bleibt das dunkle Zimmer. Doch gibt es jetzt neue Hoffnung für Menschen mit Migräne: Magnesium.

Magnesium gegen Kopfschmerzen und Migräne-Beschwerden

Das zumindest behauptet das Pharmaunternehmen "Protina" in einer Studie herausgefunden zu haben. Täglich erhielten Migränepatienten morgens und abends 300 Milligramm Magnesium. Danach, so sagt "Protina", seien Stärke und Dauer der Beschwerden deutlich vermindert worden.

Unabhängigere Forschungsinstitute sprechen dafür, dass Magnesium als körpereigner Baustoff eine Linderung der Beschwerden herbeiführen kann. So empfiehlt auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Leitlinien hochdosiertes Magnesium zur Therapie und Vorbeugung von Migräne.

Nach diesen acht Schritten ist die Migräne bald Vergangenheit

Hintergrund ist, dass der Mineralstoff Magnesium eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit der Erregbarkeit des Nervensystems spielt. Ein Magnesiummangel kann daher zu Müdigkeit, Reizbarkeit, Muskelkrämpfen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen, darunter auch zu Migräne führen.

Neben der Einnahme von Magnesium gibt es aber auch eine Reihe von Hausmittel und Alltagstipps, um den tobenden Kopfschmerzen ein Ende zu bereiten. Wenn ihr die folgenden acht Schritte befolgt, steigen die Chancen, das sich das Gewitter im Kopf verzieht und es wieder raus an den blauen Himmel vor der Tür gehen kann.

Schritt 1: Viel Trinken

Experten raten dazu, täglich mindestens zwei Liter Wasser oder Tee gegen die Kopfschmerzen zu trinken, auch während der Migräne-Attacke. Insbesondere wird dabei Pfefferminz- und Ingwertee empfohlen. Diesen Sorten wird eine lindernde Wirkung bei Migräne nachgesagt.

Schritt 2: Stress vermeiden

Daran führt auch aus Sicht der Experten kein Weg vorbei. Stress reduzieren, sich bewusst Ruhe gönnen: Wer mit starker Migräne kämpft, muss Belastungen vermeiden. Einfach mal tagträumen oder ein Buch lesen kann helfen, Stress und alltägliche Pflichten auszublenden.

Schritt 3: Bewegung an der frischen Luft

Auch, wenn die meisten Migränepatienten ihre Rettung im Bett suchen, Mediziner raten zur regelmäßigen Bewegung - am besten im Freien. Das können Spaziergänge sein oder leichte Sportübungen. So wird der Körper mit Sauerstoff versorgt. Aktivitäten an der frischen Luft können manchmal Wunder wirken als Vorbeugung, aber auch bei akuten Migräneanfällen.

Schritt 4: Gezielte Enstpannungsübungen

Bei Migräneanfällen empfehlen Experten Entspannungsübungen, die sich auch bei anderen stressbedingten Krankheiten bewährt haben. Dazu zählen Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson aber auch Yoga, Tai Chi und Qi-Gong helfen gegen die Schmerzen

Schritt 5: Kreislauf anregen

Sauna und Wechselduschen können Stress lösen und den Stoffwechsel anregen. Ganz nebenbei wird auch noch der Kreislauf in Schwung gebracht. Dieses Mittel bewährt sich gegen viele stressbedingte Beschwerden.

Schritt 6: Laster ablegen

Damit sind vor allem Dinge wie Kaffee, Nikotin oder Alkohol gemeint, die erst recht bei tobender Migräne Gift sind. Mediziner warnen aber auch davor, übermäßig Süßigkeiten zu essen.

Schritt 7: Auf den richtigen Rhythmus achten

Der Tages- und Nachtrhythmus ist entscheidend bei Migräne: Veränderte Schlafgewohnheiten, wie längeres Ausschlafen am Wochenende, können die Symptome auslösen.

Bei Mirgränebeschwerden sollte der Körper nicht aus der Bahn geworfen werden. Das heißt aus Sicht der Experten auch: Wer wochentags im Büro viel Kaffee trinkt, sollte am Wochenende nicht ganz darauf verzichten.

Schritt 8: Tagebuch führen

Mit Hilfe eines Migräne-Kalenders, der sorgfältig geführt werden sollte, können Patienten mögliche Auslöser einer Attacke identifizieren und diese zu meiden versuchen.

Triggerfaktoren können Ursachen für Migräne sein

Was die Schmerzattacken genau auslöst, das ist nach wie vor Gegenstand der Forschung. Einiges deutet darauf hin, dass das Gehirn von Migränepatienten besonders aktiv auf Reize reagiert.

Auslöser, so genannte Triggerfaktoren wie Stress, Lärm, unregelmäßiger Schlaf, Änderungen im gewohnten Tagesablauf, manche Nahrungsmittel oder auch massive Verspannungen können "das Fass zum Überlaufen bringen". Die Nervensteuerung im Gehirn wird durch diese Triggerfaktoren übermäßig gereizt.

Frauen leiden übrigens dreimal häufiger an Migräne als Männer. Experten gehen davon aus, dass auch Schwankungen im Hormonhaushalt eine Rolle spielen.

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