POLITIK
17/03/2016 03:46 CET

So endete das Treffen zwischen Seehofer und Merkel

DPA
Horst Seehofer und Angela Merkel bei der Winterklausurtagung der CSU im Januar

  • Ein Treffen zwischen Seehofer und Merkel zur Flüchtlingskrise endete ohne Ergebnis

  • Die CSU hat weiterhin große Zweifel am Zustandekommen eines Flüchtlings-Abkommens zwischen der EU und der Türkei

Das Ergebnis des gestrigen Treffens zwischen den Chefs von CDU und CSU überrascht nicht. Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben erneut keinen Ausweg aus dem Koalitionsstreit getroffen.

Nach einem fast dreieinhalbstündigen Treffen im Kanzleramt in Berlin hieß es am frühen Donnerstagmorgen lediglich, es gebe noch viel Arbeit bis zu einer Lösung. Details wurden nicht bekannt.

Die CSU hat große Zweifel am Zustandekommen und der raschen Wirkung eines in Brüssel angestrebten EU-Türkei-Abkommens zur Lösung der Flüchtlingskrise. Unter anderem sei offen, wie die geplanten Flüchtlingskontingente innerhalb der EU verteilt werden könnten, die der Türkei abgenommen werden sollen, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

Zeige sich, dass lediglich ein Deutschland-Türkei- Pakt herauskomme, werde dies die Probleme nur verstärken. Scheuer bezweifelte auch, dass die Verhandlungen über Visaerleichterungen wie geplant bis zum Sommer abgeschlossen werden könnten.

Schon vor dem Treffen war nicht erwartet worden, dass es zwischen Merkel und Seehofer zu einer Annäherung bei den festgefahrenen Positionen kommt. Die Kanzlerin will am Donnerstag und Freitag auf dem EU-Gipfel in Brüssel einen Pakt mit der Türkei erreichen, um die Flüchtlingszahlen zu senken. Seehofer fordert nationale Schritte und eine Obergrenze.

Mit Material der DPA

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