POLITIK
16/03/2016 18:24 CET

Neues Gesetz in Italien: Supermärkte, die Lebensmittel spenden, zahlen weniger Steuern

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Ein neues Gesetz in Italien soll der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.

  • Italien beschließt neues Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung

  • Verschwendung kostet die italienische Wirtschaft jährlich 12 Milliarden Euro

  • Steuererleichterungen sollen zu Spenden motivieren

Italien wird ein Gesetz verabschieden, das Supermarktbetreiber dazu motivieren soll, nicht verkaufte Lebensmittel zu spenden. Das berichtet "The Independent".

Die Geschäfte seien aufgefordert, nicht verkaufte Lebensmittel an wohltätige Organisationen oder Tafeln zu spenden.

Im Gegenzug winken Müllsteuererleichterungen. Damit wollen die Italiener der hohen Lebensmittelverschwendung in ihrem Land entgegenwirken. Denn aktuell kostet diese die italienische Wirtschaft 12 Milliarden Euro jährlich, teilt "The Local" mit.

"Wir machen es Unternehmen einfacher, zu spenden anstatt wegzuwerfen", erklärt Italiens Landwirtschaftsminister Maurizio Martina gegenüber des Mediums.

Auch bereits abgelaufene Lebensmittel sollen laut "New Europe" gespendet werden dürfen.

Frankreich als Vorreiter

Frankreich verabschiedete bereits Anfang Februar ein Gesetz, das es großen Supermärkten untersagt, noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen.

Frankreich wurde mit dieser Entscheidung zum ersten Land der Welt, das dieses Verbot gesetzlich verankerte schreibt "The Guardian".

Ausschlaggebend war eine Petition des französischen Politikers Arash Derambarsh, der nun eine EU-weite Gesetzgebung anstrebt.

"Der nächste Schritt ist, François Hollande dazu zu bringen, Druck auf Jean-Claude Juncker auszuüben, um das Gesetz auf die gesamte EU auszuweiten", erklärt er gegenüber "The Independent".

Im Gegensatz zu Italien drohen gemäß dem französischen Gesetz bei Verstößen hohe Geldstrafen.

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