POLITIK
16/03/2016 16:13 CET | Aktualisiert 16/03/2016 16:47 CET

Er bewegt Millionen Menschen: Ist das der erfolgreichste Facebook-Post aller Zeiten?

Einer der bekanntesten Fotografen New Yorks sorgte kürzlich für Aufsehen, als er den US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump scharf kritisierte. "Der Hasserfüllte sind Sie", schrieb Brandon Stanton in einem offenen Brief an den Milliardär.

"Sie sind ein Mann, der im Streben nach persönlicher Macht Vorurteile und Gewalt gefördert hat." Am Dienstag zählte Stantons Brief auf Facebook rund zwei Millionen Likes und wurde mehr als eine Million Mal geteilt.

Mehr als 60.000 Menschen haben den Beitrag kommentiert. Das Onlinemedium "Vice" den Beitrag von Stanton den erfolgreichsten und meistgeteilten Beitrag "aller Zeiten".

Ob das wirklich stimmt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der erfolgreichste Post des Jahres 2015 wurde "nur" rund 600.000 Mal geteilt. Der erfolgreichste Beitrag im Jahr 2014 allerdings wurde 3 Millionen mal geteilt.

"Vice" argumentiert allerdings, dass der Beitrag innerhalb von wenigen Stunden die Millionenmarke geknackt hat.

"Er verbreitet rassistische Lügen und Gewalt"

Wie auch immer sich der "Erfolg" bei Facebook genau messen lässt - sicher ist, dass der Post von Stanton Millionen menschen bewegt:

An Open Letter to Donald Trump:Mr. Trump,I try my hardest not to be political. I’ve refused to interview several of...

Posted by Humans of New York on Monday, March 14, 2016

Stanton wurde mit dem 2010 gestarteten Blog "Humans of New York" bekannt, in dem er Bewohner der Millionenmetropole mit Fotos und Zitaten vorstellt. Allein auf Facebook folgen ihm mehr als 17 Millionen Nutzer, das gleichnamige Buch wurde zum Beststeller.

Trump verbreite auf Twitter rassistische Bilder, rassistische Lügen und stifte zu Gewalt an, schrieb Stanton. Er habe Folter und den Mord an Angehörigen von Terroristen befürwortet, Flüchtlinge mit "Schlangen" verglichen und erklärt, dass der "Islam uns hasst".

"Man muss Gewalt entgegentreten"

Stanton betonte, er versuche sonst, nicht politisch zu sein, und habe auch Interviews mit Trumps Konkurrenten zuvor abgelehnt.

Nun sei ihm aber klar geworden, dass man Gewalt und Vorurteilen immer entgegentreten müsse, auch im derzeit hitzig geführten Vorwahlkampf um das Weiße Haus. "Mir ist klar geworden, dass es keine politische Entscheidung ist, Ihnen entgegenzutreten. Es ist eine moralische."

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