POLITIK
16/03/2016 09:56 CET | Aktualisiert 16/03/2016 10:00 CET

So rechnet ein AfD-Wähler mit der AfD ab - und es muss der Partei Angst machen

dpa

Es hat gar nicht lange gedauert, da bekommt die AfD den Protest ihrer eigenen Protestwähler zu spüren. Auf Facebook machte jetzt kurz nach der Landtagswahl ein AfD-Unterstützer seinem Ärger Luft.

Sein Facebook-Post wird mittlerweile in den sozialen Netzwerken herumgereicht:

Der User schreibt unter anderem: "Die AfD rudert systematisch zurück, so scheint es. Ändern wird sich mit solch einer CDU-2 und systemkonformen Politik jedoch nichts!"

Der User unter dem Namen "Sohns Eric" ist schon länger als Unterstützer der AfD aktiv - und er trommelt für Björn Höcke, den AfD-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag. Höcke gehört dem rechten Flügel der Partei an.

Sicher, der Post spiegelt erst einmal nur eine Einzelmeinung. Er weist aber auf ein tieferes Problem hin, auf das auch Politikexperten seit den Wahlerfolgen hinweisen: Die Partei wird sich in den kommenden Monaten entscheiden müssen, ob sie für eine radikale, rechtspopulistische Politik steht - oder ob sie Regierungsfähigkeit beweisen will und bereit ist, Kompromisse einzugehen.

Für diese Kompromisse stehen viele der westdeutschen Landesverbände und die Vorsitzende der Partei Frauke Petry. Andere Spitzenpolitiker der Partei wie Alexander Gauland wollen die AfD als Oppositionspartei etablieren. Der Streit könnte die Partei in den kommenden Monaten zerreissen.

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