POLITIK

Nach dem Wahldebakel folgt der nächste Schock für die CDU

15/03/2016 08:01 CET | Aktualisiert 15/03/2016 08:35 CET

  • Union sinkt in Umfrage auf Rekordtief

  • AfD legt bundesweit deutlich zu

  • Kritik an Meinungsforschungsinstitut INSA

Schlechte Nachrichten für Union und SPD. Nach dem Wahldebakel vom Sonntag verlieren beide Parteien auch auf Bundesebene weiter an Zustimmung.

Das meldet "Bild" unter Berufung auf den neuen INSA-Meinungstrend. Demnach kämen CDU und CSU zusammen nur noch auf 32 Prozent, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.

Das ist ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche und der tiefste Wert, den INSA seit vier Jahren gemessen hat. Die SPD verliert einen Punkt und kommt nur noch auf 22 Prozent. Auch die Grünen büßen einen Punkt auf zehn Prozent ein.

Dagegen gewinnt die Linkspartei einen Punkt auf elf Prozent hinzu. Die AfD steigt sogar um 1,5 Punkte auf 13 Prozent.

Die FDP wäre mit 6,5 Prozent im Bundestag vertreten. INSA-Chef Hermann Binkert sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Stimmung in den Ländern spiegelt sich auch im Bundes-Trend. Nur für die außerparlamentarischen Parteien FDP und AfD gab es Rückenwind aus dem Bund."

Ist INSA AfD-nah?

Für die Umfrage im Auftrag von "Bild" hat INSA vom 11. bis zum 14. März 2016 über 2000 Wahlberechtigte befragt.Das Meinungsforschungsinstitut ist allerdings nicht unumstritten.

INSA sah sich in den Monaten vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt mit dem Vorwurf konfrontiert, der rechtspopulistischen AfD nahe zu stehen und die Partei in Umfragen höher anzusetzen. Institutschef Hermann Binkert wies dies jedoch zurück.

Es gab dem "Deutschlandfunk" zufolge allerdings zumindest noch im Februar geschäftliche und andere Beziehungen zwischen dem Institut und der AfD in Thüringen.

INSA wurde kritisiert, weil die Demoskopen die AfD als erste im zweistelligem Bereich gesehen haben. Doch die Wahlen am Sonntag zeigen, dass INSA offenbar schlicht die Stimmung der Wähler als erste richtig erfasst hatte.