POLITIK
16/03/2016 05:01 CET

In Rheinland-Pfalz zeichnet sich eine Koalition ab

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Landeschef der FDP Volker Wissing

  • FDP ist bereit zu Gesprächen über eine Ampelkoaltion in Rheinland-Pfalz

  • Auch die Wahlsiegerin Malu Dreyer wünscht eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP

Die Regierungsbildung in Rheinland-Pfalz scheint auf eine "Ampelkoalition" hinauszulaufen. Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner gab bekannt, dass er einer von der SPD geführten Koalition mit FDP und Grünen in Rheinland-Pfalz wohlwollend gegenübersteht.

Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, dass sich "zumindest Gespräche" lohnten, weil in Rheinland-Pfalz die Wahrscheinlichkeit eines Politikwechsels größer zu sein scheine als in Baden-Württemberg.

"Erstens gibt es in diesem Bundesland eine sozialliberale Geschichte. Außerdem ist die FDP in Mainz stärker als die Grünen und somit nicht kleinster Koalitionspartner."

"Bündnis ist möglich"

Auch der FDP-Landesvorsitzende Volker Wissing zeigte sich zu Gesprächen über ein solches Bündnis bereit. "Man wird dem Ernst der politischen Situation am besten gerecht, wenn man Gespräche führt und dann entscheidet, ob ein Bündnis möglich ist oder nicht", sagte er dem Blatt.

Er wollte sich aber nicht darauf festlegen, dass diese von der Wahlsiegerin SPD angestrebte Zusammenarbeit auch zustande komme.

Auch Dreyer will die Ampel

Nachdem Rot-Grün dort seine Regierungsmehrheit verloren hat, setzt die SPD-Wahlsiegerin Dreyer auf eine Ampelkoalition mit Grünen und Liberalen. Bis gestern zierte sich die FDP allerdings noch.

In Baden-Württemberg hatte sich der FDP-Landesvorstand gegen ein Regierungsbündnis mit Grünen und SPD ausgesprochen. Dort bleibt nur noch ein grün-schwarzes Bündnis als Option für eine Regierung.

Mit Material der DPA

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