POLITIK
15/03/2016 21:50 CET | Aktualisiert 15/03/2016 22:00 CET

Bäckerei erteilt Kunden Hausverbot - weil der sich rassistisch über einen syrischen Praktikanten geäußert hatte

  • Bäckerei wirft rassistischen Kunden aus Geschäft

  • Der Mann hatte zuvor über Flüchtlinge gehetzt

  • Ein Tweet der Bäckerei löst im Netz Begeisterung aus

Es war eigentlich nur eine kurze Botschaft bei Twitter - doch sie hat im Netz eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Eine Bäckerei aus Rheinland-Pfalz hatte vor wenigen Tagen online bekannt gegeben, dass sie einem Kunden Hausverbot erteilt hat - weil der sich rassistisch gegenüber einem syrischen Praktikanten geäußert hatte.

Die kurze Botschaft im Wortlaut: "Kunde fordert uns auf ab sofort keine Flüchtlinge mehr zu beschäftigen. => Hausverbot #refugeeswelcome".

Der Mann hatte in einer der Filialen der Bäckerei Brand im Städtchen Alzey mitbekommen, dass das Unternehmen einen syrischen Flüchtling als Praktikanten beschäftigt hatte. Das erzählte der Geschäftsführer der Bäckereikette, Klaus Brand, im Gespräch mit "Spiegel Online".

Daraufhin habe sich der Kunde bei einer Mitarbeiterin lauthals beschwert, erzählt Brand. "Wenn wir schon Flüchtlinge beschäftigten, sollten wir doch unsere Backwaren gefälligst nur noch an Asylanten verkaufen, soll er gerufen haben. Danach hat er das Geschäft verlassen."

"Dass ein Rassist mich als Geschäftsmann regelrecht erpressen will, ist bislang noch nicht vorgekommen. Aber ich lasse mich von Rassisten nicht unter Druck setzen. Das wollte ich ihm durch das Hausverbot klarmachen", sagte Brand dem Nachrichtenportal.

Der Tweet wurde inzwischen über 1000 Mal geteilt und erhielt 2400 Likes.

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