POLITIK

Auto in Berlin explodiert: Toter wurde identifiziert

15/03/2016 10:58 CET | Aktualisiert 15/03/2016 14:06 CET

  • In Berlin Charlottenburg ist am Dienstagmorgen ein Auto explodiert

  • Unter dem Fahrzeug soll ein Sprengsatz befestigt worden sein

  • Polizei vermeldete einen Toten

  • Der 43-Jährige war nicht auf das Fahrzeug zugelassen

In Berlin Charlottenburg in unmittelbarer Nähe der Deutschen Oper ist am Dienstagmorgen ein Auto explodiert (siehe Video). Die Polizei gab nun bekannt, dass es sich bei der Explosion während der Fahrt wohl um einen Sprengstoff-Anschlag gehandelt habe. Der Vorfall ereignete sich etwa fünf Kilometer westlich des Brandenburger Tors.

Der Fahrer des Wagens starb am Dienstagmorgen auf der Bismarckstraße im Stadtteil Charlottenburg, als ein Sprengsatz unter seinem Wagen detonierte, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer war nicht auf das Opfer zugelassen. Ob der Anschlag einer anderen Person galt, ist daher unklar.

Nach einem Bericht von dem Nachrichtenportal "Spiegel Online" soll es sich bei dem Toten um einen 43-Jährigen handeln. Gegen ihn sei in der Vergangenheit wegen Drogenhandels ermittelt worden, heißt es in dem Bericht.

"Die Ermittler untersuchen nun, ob es sich um einen Anschlag von Terroristen oder um eine Tat der Organisierten Kriminalität handelt", sagt Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, der Huffington Post. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Huffington Post, dass die Polizei aber "eher von einer durch die Organisierte Kriminalität verübten Tat ausgeht".

Entschärfer überprüften Wagen nach weiteren Sprengsätzen

Auch ein Verbrechen eines Einzeltäters wird jedoch nicht hundertprozentig ausgeschlossen. Mittlerweile waren Entschärfer an der Unfallstelle, die das Fahrzeug auf weitere Sprengsätze überprüften.

"Unsere Entschärfer sind fertig, vom Auto geht keine weitere Gefahr aus", schrieb die Polizei am Dienstagvormittag bei Twitter.

Zuvor hatte ein Fachmann das Fahrzeug komplett ausgeräumt. Die Berliner Polizei hatte zunächst noch Anwohner dazu aufgerufen, von ihren Balkonen zurückzutreten.

Gasleck im Tank kann wohl ausgeschlossen werden

Laut "Bild" fuhr der Wagen nach der Explosion noch gegen ein parkendes Fahrzeug. Ein Gasleck im Tank könne mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Bei den Ermittlungen vor Ort war am Vormittag Beobachtern zufolge der führende Berliner Staatsanwalt für Rocker-Prozesse. Ob der Fall mit Rocker-Kriminalität in Zusammenhang steht, war zunächst aber unklar.

mit Material der dpa

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