POLITIK
15/03/2016 21:04 CET | Aktualisiert 16/03/2016 11:49 CET

"German Beautys": Schweriner AfD-Stadträtin schickte Escort-Ladys nach Abu Dhabi

pr
AfD-Stadträtin Petra Federau soll Escort-Damen angeworben und sie nach Abu Dhabi begleitet haben

  • Petra Federau soll vor wenigen Jahren Frauen für einen arabischen Escort-Service angeworben haben

  • Die heutige Schweriner AfD-Stadträtin kandidiert im Herbst bei den Landtagswahlen

  • Im Netz warnt Federau vor den "Krankheiten muslimischer Flüchtlinge"

Immer wieder ätzt die Schweriner AfD-Stadträtin Petra Federau gegen muslimische Flüchtlinge. Sie brächten nicht nur Religionskriege ins Land, sondern vor allem Krankheiten. Im Herbst hofft Federau, mit diesen Facebook-Sprüchen in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt zu werden. Wäre da nicht diese Sache mit dem Escort-Service aus Abu Dhabi gewesen.

Federaus Vergangenheit könnte jetzt bei ihrer islamkritischen Wählern für ein Glaubwürdigkeitsproblem sorgen. Laut Recherchen der "Schweriner Volkszeitung" hat die AfD-Politikerin noch vor wenigen Jahren für eine Elite-Escort-Agentur Frauen aus der Region angeworben - für Kunden aus Dubai und Abu Dhabi.

German Beautys für arabische Männer

Unter dem Decknamen "Pia Sommer" soll die heutige AfD-Politikerin interessierte Damen an die Agentur „Beauty Escort 4You – German Beautys“ vermittelt haben, berichtet die Zeitung. Die deutschen Damen soll Federau dann direkt zu den Männern in den arabischen Raum begleitet haben. Also dorthin, wo ihrer heutigen Ansicht nach gefährliche Krankheiten grassieren.

Die "Schweriner Zeitung" beruft sich bei dem Bericht auf ehemalige Mitarbeiterinnen der Agentur mit Sitz in Abu Dhabi. Sie berichteten von der Angst vor Gepäckkontrollen bei der Einreise am Flughafen, bei denen Perücken, Reizwäsche und Kondome zum Vorschein gekommen wären. In vielen islamischen Staaten droht eine öffentliche Hinrichtung, wenn auch nur der Verdacht der Prostitution besteht.

Unfreiwillig komisch ist dagegen das Statement von Federau zu den Vorwürfen, das sie der Zeitung über ihren Anwalt vermitteln ließ. Danach lehnt die AfD-Spitzenfrau die Beantwortung schriftlicher Fragen zwar ab. Wie ihr Anwalt wissen ließ, hat Federau aber „nicht das geringste einzuwenden gegen sorgfältig recherchierte Zeitungsartikel.“

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