POLITIK
13/03/2016 19:25 CET | Aktualisiert 13/03/2016 20:11 CET

Der Gewinner dieses Wahl-Sonntags heißt auch FDP

dpa
FDP-Chef Lindner

  • FDP könnte in alle drei Landtage einziehen

  • Dabei war sie schon abgeschrieben

  • Es ist vor allem der Erfolg von Parteichef Christian Lindner

LANDTAGSWAHL - Die Gewinner des Wahl-Sonntags sind: Malu Dreyer (SPD), Winfried Kretschmann (Grüne), (leider) die AfD und - die FDP.

Denn die Liberalen schaffen nach ersten Prognosen den Einzug in mindestens zwei Landtage – vielleicht sogar in drei. In Sachsen-Anhalt wird es knapp, da schwanken die Zahlen noch zwischen 4,9 und 5,1 Prozent.

Zur Erinnerung: Nach dem Debakel bei den Bundestagswahlen 2013 wurden die Liberalen vielerorts totgesagt. Die Häme fast des gesamten politischen Betriebs ergoss sich über der Partei.

Doch wie wir heute sehen, haben politische Beobachter die Partei zu früh beerdigt. Die FDP ist wieder da.

Das ist der Erfolg vor allem eines Mannes: Christian Lindner. Er hatte vor gut zwei Jahren die Führung der Partei übernommen und ihr ein neues Image gegeben.

Weg von der Klientelpartei für reiche Hoteliers hin zu einer Partei, in der sich mitunter auch Jungunternehmer und junge Akademiker aufgehoben fühlen. Hin zu einer echten Alternative für diejenigen, die im bürgerlichen Lager nach einer echten Alternative suchen.

Nach diesem Achtungserfolg in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ist mit der FDP wieder zu rechnen – auch bei den Bundestagswahlen 2017.

Und für die Zeit hat Parteichef Lindner, der momentan die Fraktion der Liberalen im nordrhein-westfälischen Landtag führt, schon angekündigt, dass er wieder nach Berlin gehen will. Eine gute Nachricht für die politische Vielfalt unseres Landes.

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