POLITIK

Eklat am Wahlsonntag: Erika Steinbach sorgt mit Pöbel-Tweet gegen Merkel für Wirbel

13/03/2016 15:06 CET | Aktualisiert 13/03/2016 20:16 CET

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtsbeauftragte der Union Erika Steinbach sorgt erneut mit einem Tweet für Wirbel.

Sie schrieb:

Was Steinbach mit "‼️Seit September alles ohne Einverständis des Bundestages. Wie in einer Diktatur‼️" meint, präzisierte sie nicht. Nahe liegt allerdings, dass sie damit auf die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel anspielt. Indirekt nennt Steinbach die Kanzlerin damit eine Diktatorin.

Der Tweet dürfte in den kommenden Tagen in der Union für Diskussionsstoff sorgen. Schon jetzt forderten CSU-Politiker Konsequenzen.

"Das ist ein unerträglicher Vorgang", sagt Max-Straubinger, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU- Landesgruppe im Bundestag. Für ihn ist klar: "Ein solches Verhalten passt nicht zu einer christdemokratischen Partei." Einen Rücktritt Steinbachs als Menschenrechtsbeauftragte der Union forderte er auf Rückfrage explizit zwar nicht.

"Welche Konsequenzen jemand zieht, muss er selbst wissen", sagt der CSU-Politiker. Steinbach müsse sich jedoch in jedem Fall bei Merkel entschuldigen.

Die User auf Twitter reagierten umgehend - und sie fragen sich wie viele in der Union -, ob Steinbach noch in der richtigen Partei ist.

Der Grünen-Abgeordnete Dieter Janecek sagte gegenüber der Huffington Post: "Steinbach sollte ihr Mandat zurückgeben. Solche Äußerungen sind einer Demokratie nicht würdig."

Der Satire-Account "AfD Hauptquartier" twitterte:

Ein anderer User schrieb:

Ganz ähnlich kommentierte ein anderer Nutzer:

Steinbach hatte erst kürzlich mit einem Tweet zur Überfremdung in Deutschland für Kritik gesorgt. Sie hatte ein Bild getwittert, das vor Überfremdung in Deutschland warnte.

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