WIRTSCHAFT
12/03/2016 17:52 CET | Aktualisiert 13/03/2016 07:14 CET

Mietpreise in Westdeutschland rasant angestiegen

Lisa_Emilia_Photography via Getty Images
Potsdam, Deutschland, 2013.

  • Im vergangenen Jahr sind die Miet- und Kaufpreise im Westen Deutschlands gestiegen

  • Besonders teuer sind die Mieten in München und Düsseldorf

  • Im Osten Deutschlands dagegen bleiben die Mieten vielerorts gleich

Die Gentrifizierung greift um sich: Wie der "Focus" berichtet, sind in den meisten Großstädten im Westen Deutschlands die Miet- und Kaufpreise im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Das geht aus einer Immobilientabelle von 72 Großstädten hervor.

München ist besonders teuer

Spitzenreiter bei den Mieten ist München. In gehobenen Lagen werden pro Quadratmeter bei neuer Vermietung in München im Schnitt 16,20 Euro verlangt: Vor einem Jahr waren es noch 15,50 Euro, drei Jahre zuvor 11 Euro Miete. Neubauten sind meistens noch einmal zwei Euro pro Quadratmeter teurer geworden.

Noch drastischer ist der Preisunterschied bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen. 6250 Euro pro Quadratmeter zahlten die Münchner noch vor zwei Jahren, mittlerweile sind es in zentraler Lage schon 6800 Euro.

Auch in Düsseldorf stiegen die Kaufpreise: Ende 2014 betrug der Wert 3525 Euro pro Quadratmeter, heute sind es über 200 Euro mehr.

Ostdeutschland bleibt günstig

Deutlich günstiger bleibe es dagegen in ostdeutschen Städten und abseits von Berlin. In Frankfurt an der Oder kostete der Quadratmeter einer Eigentumswohnung vor einem Jahr 1190 Euro, jetzt sind es nur 70 Euro mehr. Konstant bei Kaufpreisen und Mieten blieben Chemnitz, Halle an der Saale und Magdeburg.

Im Westen und Süden Deutschlands steigen die Preise insgesamt etwas moderater als noch vor einem Jahr. Konstant blieben sie trotz mancher Vorhersage von Wirtschaftsinstituten aber nicht. Die Wohnungslosigkeit stieg zuletzt rasant. Wohlfahrtsverbände sprechen deshalb von einer "sozialen Katastrophe".

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