POLITIK
10/03/2016 17:42 CET | Aktualisiert 10/03/2016 17:42 CET

Entlarvende Umfrage: Deutsche trauen AfD nicht zu, die Flüchtlingskrise zu lösen

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Entlarvende Umfrage: Deutsche trauen AfD nicht zu, die Flüchtlingskrise zu lösen

  • Zustimmung für AfD in aktueller Umfrage größer als bisher vermutet

  • Deutsche trauen der Partei aber nicht die Lösung der Flüchtlingskrise zu

  • 58 Prozent halten die AfD für nicht wählbar

Die Flüchtlingskrise lässt viele Deutsche an der Kompetenz der Politiker zweifeln. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid und des Nachrichtenportals N24 nun zeigt, haben etablierte Parteien weiterhin mit einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung zu kämpfen.

Auf die Frage "Welche Partei hat aus Ihrer Sicht das beste Konzept in der Flüchtlingskrise?" antworteten 34 Prozent mit "Keine Partei/weiß nicht".

Weit erstaunlicher aber: Auch der AfD, die bei der Kommunalwahl in Hessen am vergangenen Wochenende überraschend auf ein zweistelliges Ergebnis kam, traut die große Mehrheit der Deutschen nicht zu, die Flüchtlingskrise zu lösen.

Gerade mal sechs Prozent der Befragten gaben an, die AfD habe das beste Konzept - obwohl die Partei unter Führung von Frauke Petry ihren Wahlkampf fast ausschließlich auf die Flüchtlingskrise ausgelegt hat.

Mehrheit der Deutschen hält AfD für nicht wählbar

Die grundsätzliche Akzeptanz der AfD ist allerdings höher als bisher angenommen. Auf die Frage "Halten Sie es grundsätzlich für gerechtfertigt, die AfD zu wählen?" antworteten 34 Prozent der Befragten mit "Ja".

22 Prozent sehen laut der Umfrage in der AfD nur eine wählbare Protestpartei. Lediglich zwölf Prozent halten sie wegen ihres Programms für grundsätzlich wählbar. 58 Prozent gaben an, die AfD sei für sie "überhaupt nicht wählbar".

Laut Emnid-Sonntagsfrage könnte sich die AfD als drittstärkste Kraft im Bundestag etablieren, würde am kommenden Sonntag gewählt. Elf Prozent der Befragten würden der Partei ihre Stimme geben. Damit läge sie noch vor den Grünen, der Linken (beide zehn Prozent) und der FDP (fünf Prozent). Die Union aus CDU/CSU käme auf 35 Prozent, die SPD auf 24.

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