POLITIK
09/03/2016 07:47 CET | Aktualisiert 09/03/2016 16:39 CET

Immer mehr Flüchtlinge melden sich arbeitslos

dpa

  • Neue Statistik: Zahl der arbeitslos gemeldeten Einwanderer steigt

  • Immer mehr Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis

  • Bundesagentur für Arbeit rechnet 2016 mit 130.000 zusätzlichen Arbeitslosen

Der starke Flüchtlingszuzug nach Deutschland macht sich wie erwartet in der Arbeitslosenstatistik bemerkbar.

Die Zahl der Arbeitslosen aus den Herkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien lag im Februar bei 110.228. Ein Jahr zuvor waren es 65.213. Das geht aus einer Übersicht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der "Passauer Neuen Presse" vorliegt.

Immer mehr Flüchtlinge erhalten Arbeitserlaubnis

Auch die Zahl der Flüchtlinge und Geduldeten, die von der Bundesagentur für Arbeit eine Beschäftigungserlaubnis erhalten, stieg dem Bericht zufolge. Im vergangenen Jahr bekamen 21.619 Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien grünes Licht für einen Job. 2014 waren 8263 entsprechende Arbeitsgenehmigungen erteilt worden.

Die Bundesagentur muss im Rahmen einer sogenannten Vorrangprüfung klären, ob für eine offene Stelle kein passender Bewerber aus Deutschland oder anderen EU-Staaten zur Verfügung steht.

Anstieg der Arbeitslosen für 2016 erwartet

In der offiziellen Arbeitslosenstatistik erscheinen Flüchtlinge erst nach abgeschlossenem Asylverfahren. Die Bundesagentur für Arbeit geht in Folge des Zuzugs von 130.000 mehr Arbeitslosen im Jahresschnitt 2016 aus. Nach früheren Angaben des Bundesinnenministeriums ist in diesem Jahr durch den Flüchtlingszuzug mit 245.000 bis 465.000 zusätzlichen Hartz-IV-Berechtigten zu rechnen.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit dem Spendenportal Betterplace.org stellt die Huffington Post spannende Projekte vor, die ihr direkt unterstützen könnt:

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