POLITIK
08/03/2016 17:21 CET | Aktualisiert 08/03/2016 18:39 CET

Flüchtlingskrise: Quote der bewilligten Asylanträge steigt

dpa
Flüchtlingskrise: Quote der bewilligten Asylanträge steigt

  • Im Februar wurden in Deutschland knapp zwei Drittel der eingereichten Asylanträge angenommen

  • De Maizière lobte die gestiegene Produktivität des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Die Quote der angenommenen Asylanträge ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im vergangenen Monat wurden etwa 65 Prozent aller gestellten Anträge angenommen. Auf das gesamte vergangene Jahr gerechnet, lag die Anerkennungsquote bei knapp 50 Prozent. Das belegen neue Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Gleichzeitig sanken die im so genannten „EASY-System“ registrierten Asylanträge im Februar im Vergleich zum Vormonat deutlich. Mit dafür verantwortlich ist die mazedonische Blockade der Balkanroute. Das "EASY-System" ist das IT-System zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer.

Die neu angekommenen Flüchtlinge stammen zum größten Teil aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Flüchtlinge aus den Balkanländern und Nordafrika, die eine deutlich geringere Chance auf Anerkennung haben, tauchen unter den Top-Fünf-Herkunftsnationalitäten dagegen nicht auf. Dies erklärt die deutlich gestiegene Bewilligungsquote.

Den eingeschränkten, subsidiären Schutzstatus bekamen im Februar nur 0,5 Prozent der Antragssteller zugesprochen. Nach den Regelungen des Asylpakets II soll der Familiennachzug für diese subsidiär Schutzberechtigte ausgesetzt werden.

"Beachtliche Steigerung" beim BAMF

Innenminister Thomas De Maizière (CDU) lobte die gestiegene Produktivität des BAMFS: "Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat in den Monaten Januar und Februar bereits mehr als 100.000 Entscheidungen über Asylanträge getroffen. Das sind mehr als in den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 zusammen. Diese beachtliche Steigerung ist auf den Personalzuwachs, Mehrarbeit (...) und das große Engagement der im Bundesamt tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zurückzuführen."

Auch bei HuffPost:

Geheimbericht des Innenministeriums: Wien wirft Merkel Lüge vor

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.