WIRTSCHAFT
07/03/2016 09:08 CET

Krebsverdacht: Hornbach verbannt Glyphosat endgültig aus den Regalen

dpa

  • Hornbach sortiert gefährliche Pflanzenschutzmittel aus

  • Sie stehen im Verdacht Krebs zu erregen

Erst kürzlich war das Pflanzenschutzmittel mit dem wenig eingänglichen Namen Glyphosat wieder in aller Munde - im wahrsten Sinne des Wortes. Münchner Forscher hatten das Mittel in zahlreichen deutschen Biersorten nachgewiesen. Glyphosat steht im Verdacht Krebs auszulösen.

Deshalb haben zahlreiche Baumärkte auch im vergangenen Jahr entschieden, Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat aus den Regalen zu verbannen.

Auch bienenschädliche Mittel wurden verbannt

Hornbach hat das Ziel nun erreicht. Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung: "Ab sofort sind in den 99 deutschen Bau- und Gartenmärkten der Hornbach Baumarkt AG sowie im Onlineshop keine Pflanzenschutzmittel mit dem Herbizid Glyphosat mehr erhältlich."

Auch für den Bienenschutz will Hornbach etwas tun. Denn auch Pflanzenschutzmittel, die sogenannte Neonicotinoide enthalten, gibt es künftig nicht mehr zu kaufen. Sie stehen im Verdacht, das Bienensterben zu fördern.

Auch andere Baumärkte sortieren Pflanzenschutzmittel aus

Schon vergangenes Jahr nahm Hornbach hochkonzentrierte Pflanzenschutzmittel aus den Regalen. Seitdem gab es nur "anwendungsfertige Mittel" in geringer Konzentration. Aber auch die gibt es seit einigen Tagen nicht mehr.

Die schädlichen Mittel sollen demnächst auch auch aus Hornbach-Filialen in anderen Ländern verbannt werden.

Auch Bauhaus, Globus, Obi und Toom hatten vergangenes Jahr versprochen, Produkte mit Glyphosat aus den Regalen zu verbannen.

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