POLITIK
06/03/2016 08:49 CET

Gabriel: Rechtspopulisten Gefahr für wirtschaftliche Entwicklung

dpa
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei einer Pressekonferenz in Berlin zu den deutschen Rüstungsexporten 2015

  • Gabriel hält rechte Strömungen für "Gefahr für ökonomische Entwicklung"

  • Auch DIW-Direktor Hüther warnt vor Forderungen nach Protektionismus

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat vor der Gefährdung der Wirtschaftsentwicklung durch rechtspopulistische Parteien gewarnt.

"Ob Donald Trump, Marine le Pen oder Geert Wilders - all diese Rechtspopulisten sind nicht nur eine Gefahr für Frieden und sozialen Zusammenhalt, sondern auch für die ökonomische Entwicklung", sagt der SPD-Vorsitzende der "Welt am Sonntag" mit Blick auf entsprechende Strömungen in den USA, Frankreich und den Niederlanden. Auf die Alternative für Deutschland (AfD) ging er nicht ein.

"Weg zurück in die Märchenwelt"

"Die Rechtspopulisten versprechen ihren Anhängern einen Weg zurück in eine Märchenwelt, in der sich das Wirtschaftsleben nur in den Grenzen der eigenen Nation abspielt", erklärte der Vizekanzler.

Aber noch nie hätten sich Volkswirtschaften in selbstgewählter Abschottung weiterentwickelt. "Wir müssen uns die Mühe machen zu erklären, wie wir die Globalisierung fair gestalten wollen", sagte Gabriel.

"Gerade die Exportnation Deutschland profitiert wie kaum ein anderes Land vom Welthandel."

Ähnlich äußerte sich der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), Michael Hüther: "Jede politische Kraft, die Grenzen hochziehen will, Protektionismus zum Programm erklärt und freien Handel einschränken will, stellt die Grundlagen unseres Wohlstands infrage", sagte er dem Blatt.

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