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03/03/2016 13:20 CET | Aktualisiert 03/03/2016 14:21 CET

Locky-Virus kommt mit gefälschter BKA-Mail

Yuri_Arcurs via Getty Images
Der Trojaner "Locky" sperrt den infizierten Computer - ein Schock für Nutzer

  • Trojaner "Locky" hängt falscher BKA-Mail an
  • Erpresser sperren so den PC
  • Jedes dritte Locky-Opfer zahlt Lösegeld für seine Daten

Der Computervirus "Locky" macht das Internet aktuell unsicher. Jetzt tarnt er sich als Mail, die angeblich vom Bundeskriminalamt kommen soll und vor diesem Trojaner warnt. IT-Sicherheitsexperten sind alarmiert.

Diese Mails transportieren selbst einen Anhang mit Schadsoftware, berichtet das Fach-Portal "Mimikama". In der Mail wird behauptet, dass das BKA mit Herstellern von Antiviren-Software zusammen arbeite und fordert, einen Sicherheitsratgeber und ein Analysetool im Anhang herunterzuladen. Diese Datei sei aber selbst ein Trojaner.

"Locky" hatte sich zuletzt mit großer Geschwindigkeit vor allem in Deutschland, den Niederlanden und den USA ausgebreitet. Die Schadsoftware verbreitet sich über gefälschte E-Mails.

Jedes dritte Locky-Opfer hat bezahlt

Wird der Trojaner durch das Öffnen des Anhangs aktiv, werden alle Dateien auf dem betroffenen Computer verschlüsselt. Die Erpresser fordern Lösegeld für die Entschlüsselung.

Rund jedes dritte Locky-Opfer hat einer Studie zufolge den Angreifern Lösegeld bezahlt, um wieder Zugriff auf die Daten zu bekommen. Und 36 Prozent würden dies im Fall eines Angriffs trotz gegenteiliger Warnungen tun, ergab eine Umfrage des IT-Sicherheitsdienstleisters Bitdefender.

Damit ermutigten und unterstützten die Opfer jedoch die Entwickler solcher Schadsoftware erst richtig, sagte Catalin Cosoi von Bitdefender.

Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass Erpressungssoftware in diesem Jahr Konjunktur haben werde. Für Cyberkriminelle sei das ein lohnendes Geschäft, sagte Cosoi.

BSI empfiehlt Anzeige zu erstatten

Die Angreifer schleusen in der Regel mit infizierten E-Mails den Schadcode in die Rechner. Nach Aktivierung werden dann Daten auf dem Computer verschlüsselt. Für eine Entschlüsselung fordern die Angreifer in der Regel ein Lösegeld. Laut Bitdefender-Studie würden Opfer in Deutschland bis zu 211 Euro zahlen, um ihre Daten wiederzubekommen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI warnt dringend davor, auf entsprechende Forderungen einzugehen, sondern empfiehlt, einen Screenshot des Erpresserschreibens zu machen und Anzeige zu erstatten. In vielen Fällen seien auch nach einer Zahlung die Daten nicht mehr zu retten gewesen.

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