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03/03/2016 04:20 CET | Aktualisiert 03/03/2016 04:23 CET

So hatte sich Uli Hoeneß das erste Bayern-Spiel nicht vorgestellt

DPA
Uli Hoeneß war seine Enttäuschung anzusehen

  • Uli Hoeneß besucht sein erstes Bayern-Spiel nach der Freilassung.
  • Leider muss er mit ansehen, wie sein Team vom FSV Mainz 05 deklassiert wird - und das bei einem Heimspiel.

So hatte sich Uli Hoeneß sein Stadion-Comeback wahrlich nicht vorgestellt. Sein FC Bayern München leistete sich am Mittwochabend beim 1:2 (0:1) gegen den immer heißeren Europapokalanwärter FSV Mainz 05 die erste Heimniederlage der Saison.

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München saß neben seiner Frau Susanne auf der Tribüne. Eine Enttäuschung nur drei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel in Dortmund.

Der eingewechselte Stürmer Jhon Cordoba schockte Tribünengast Hoeneß und die Bayern-Profis mit seinem Siegtor in der 86. Spielminute. Zuvor hatte Arjen Robben (64.) vor 75 000 Zuschauern das frühe Führungstor der präsenten und taktisch geschickt agierenden Mainzer durch Jairo Samperio (26.) ausgeglichen.

Enttäuschung nach 662 Tagen Arena-Entzug

Nach 662 Tagen Arena-Abstinenz erlebte der am Montag aus der Haft entlassene Tribünengast Hoeneß an der Seite seiner Frau Susi einen erstaunlichen Fußballabend. Elf Heimsiege hatte die Bayern zuvor in dieser Bundesligasaison gefeiert.

ulin hoeness

Doch mit ihrer Fünferkette in der Abwehr und höchstem läuferischen Aufwand im Mittelfeld machten die dynamischen und robusten Mainzer die Räume für die Bayern von Anfang an sehr eng.

Hinzu kam, dass Schlussmann Loris Karius einen Sahnetag erwischt hatte. Einen prächtigen Volleyschuss von Arturo Vidal aus 17 Metern (13.) parierte der Mainzer Keeper ebenso reaktionsschnell wie einen Distanzschuss von Juan Bernat (16.).

Beide Male hatte Franck Ribéry die Chancen vorbereitet. Der Franzose stand erstmals nach einem Jahr wieder bei einem Bundesligaspiel in der Bayern-Startelf. Diese hatte Trainer Pep Guardiola drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfeltreffen in Dortmund auf fünf Positionen verändert. Bemerkenswert: In der Münchner Anfangsformation stand lediglich ein deutscher Akteur: Manuel Neuer.

Der Torwart schaute meist zu, wie seine Vorderleute auf das Mainzer Bollwerk zurannten und nach Lücken in dem vielbeinigen Abwehrwall suchten.

Dazu passend: Uli Hoeneß in Freiheit: "Ich bin gar nichts"

Beim Konter zum 0:1 war Neuer zudem hilflos: Jairo konnte den Ball nach Zuspiel des vom rechten Flügel flankenden Verteidigers Giulio Donati unbehelligt ins Bayern-Tor schießen. Die Taktik von 05-Coach Martin Schmidt war bis zur Pause ausgezeichnet aufgegangen.

Hoeneß war die Enttäuschung anzusehen

Es hätte sogar frühzeitig noch besser kommen können: Yunus Malli legte den Ball nach Wiederbeginn auf Christian Clemens ab, aber der verzog aus sehr gute Position (51.). Guardiola reagierte: Er brachte in der Offensive Thomas Müller für den wirkungslosen Kingsley Coman. Der agile Vidal versuchte es mal wieder aus der Distanz, aber Karius lag am Boden und hielt den Ball fest (53.).

bayern muenchen

Guardiola legte offensiv noch einmal nach, brachte den Brasilianer Douglas Costa. Den Bann aber brach der zentraler agierende Arjen Robben.

Aus gut 20 Metern überwand der Holländer mit seinem starken linken Fuß den chancenlosen Karius. Als die Bayern auf das Siegtor drängten, schlug Mainz bemerkenswert zu: Julian Baumgartlinger besienter den Kolumbianer Cordoba, der mit seinem dritten Saisontor für die große Überraschung des 24. Spieltages sorgte.

Hoeneß war die Enttäuschung anzusehen.

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