LIFESTYLE
01/03/2016 12:00 CET | Aktualisiert 01/03/2016 12:50 CET

Tausende reden über dieses Foto

Es ist das ewige Paradoxon der Kunst, von dem Schriftsteller Karl Kraus auf den Punkt gebracht: "Je näher man ein Wort ansieht, desto ferner blickt es zurück". Eine Beobachtung, die auch auf diese Aufnahme zutrifft. Ein Foto, eine Momentaufnahme auf den ersten Blick. Ein Kunstwerk, ein Abgrund, ein hermeneutisches Inferno, je länger man es ansieht.

Im Zentrum: Der Hintern. Rundlich, präsent, schamlos nackt. Sinnlicher Ausdruck der Lust oder anarchischer Protest? Doch alle Analyseansätze kippen ins Bodenlose, wenn der Blick sich weitet und klar wird: Es ist kein Hintern.

The more you look at it...

Es ist ein Bauch.

Wo eben noch Gewissheit war, ist nun banges Schrecken. Wir sind auch keine Menschen. Wir sind Hasen. Geschöpfe, die tatenlos, mit weit aufgerissenen Augen, ungläubig zitternd, betrachten was nicht sein kann, nicht sein darf. Und doch! Es ist. Ist es?

Tausende reden über dieses Foto, Tausende müssen ihre Welt neu denken. Denn je länger wir es betrachten, desto ferner erscheint es uns.

Was hat noch Bestand? Diskutiere.

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