POLITIK
02/03/2016 02:11 CET | Aktualisiert 02/03/2016 08:43 CET

"Super Tuesday": Siegeszug für Clinton und Trump

AP
Donad Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung

Bei den US-Präsidentschaftswahlen wird das Duell Clinton gegen Trump immer wahrscheinlicher. Am großen Tag der Vorwahlen - "Super Tuesday" genannt – fiel eine Vorentscheidung über die Kandidaten der Republikaner und Demokraten.

Es war ein großer Abend für Donald Trump, aber kein Durchmarsch. Ein überzeugender Sieg für Hillary Clinton, aber keine Begeisterung. Die beiden Favoriten haben ganz klar gewonnen, doch auch ihre Konkurrenten konnten zumindest Teilerfolge erzielen. Entschieden ist nichts.

Doch: Mindestens sieben gewonnene Staaten verleihen Trump noch mehr Macht, auch Clinton ist nach sieben gewonnenen Staaten weiter voll auf Kurs Richtung Nominierung. Seit Einführung 1988 wurden alle Präsidentschaftskandidaten, die am „Super Tueday“ die meisten Delegiertenstimmen gewannen, auch am Ende von ihrer Partei ins Rennen um das Weiße Haus geschickt.

Ted Cruz bei den Republikanern konnte zumindest zwei Staaten, Bernie Sanders auf demokratischer Seite vier Staaten für sich entscheiden.. Spät am Abend schnappt sich Marco Rubio mit Minnesota ganz dringend benötigte, letzte Zentimeter Rettungsseil. Dieses könnte für ihn aber doch zu kurz sein.

Der Dreikampf der Republikaner wird übersichtlicher

In Alabama, Arkansas, Massachusetts, Tennessee, Georgia, Virginia und Vermont räumte Trump ab. Bei den vorausgehenden Vorwahlen hatte der Milliardär bereits drei von vier Staaten für sich entschieden.

In Texas gewann sein Konkurrent Ted Cruz, in Minnesota sein Mitbewerber Marco Rubio. Nur in Alaska ist das Rennen bei den Konservativen noch offen.

Hillary Clinton liegt bei den Demokraten vorn

Bei den Demokraten entschied Hillary Clinton Georgia, Virginia, Alabama, Tennessee, Arkansas, Massachusetts und Texas für sich. Die 68-Jährige holte nach Angaben der demokratischen Partei auch den Sieg im US-Außengebiet Samoa. Insgesamt geht es dort aber nur um zehn Delegierte der Demokraten.

Ihr Rivale Bernie Sanders setzte sich in Vermont durch. Er ist Senator des Bundesstaates. Außerdem gewann er in Oklahoma, Colorado und Minnesota.

Dieser Tag entscheidet, wer bei den Präsidentschaftswahlen antritt

Der "Super Tuesday" ist im Kalender der US-Vorwahlen einer der wichtigsten Tage. Insgesamt wurde in zwölf Staaten gewählt. Es fanden Vorwahlen in Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont und Virginia statt. Die Republikaner stimmten zudem in Alaska ab, die Demokraten in Colorado und im Außengebiet Amerikanisch-Samoa.

Vor dem wichtigen Abstimmungstag wurde nur ein Bruchteil der Delegiertenstimmen vergeben, die für eine Nominierung auf den Parteitagen im Sommer nötig sind. Jetzt stehen bei den Republikanern auf einen Schlag 595 Stimmen auf dem Spiel - fast die Hälfte der 1237, die für eine Nominierung nötig sind.

Bei den Demokraten gibt es 865 Delegierte zu gewinnen, das ist immerhin gut ein Drittel der 2383 Mandate, die auf dem Parteitag zur Nominierung reichen würden.

Hier die Sieger der jeweiligen Bundesstaaten im Überblick:

Republikaner

Donald Trump:

  • Alabama
  • Arkansas
  • Georgia
  • Massachusetts
  • Tennessee
  • Virginia
  • Vermont

Ted Cruz:

  • Texas
  • Oklahoma

Marco Rubio

  • Minnesota

Demokraten

Hillary Clinton:

  • Alabama
  • Arkansas
  • Georgia
  • Massachusetts
  • Tennessee
  • Texas
  • Samoa
  • Virginia

Bernie Sanders:

  • Vermont
  • Oklahoma
  • Minnesota
  • Colorado

Mit Material von AP und DPA

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