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01/03/2016 16:14 CET

Krebserregende Stoffe: Schnuller und Kondome sind gefährlicher als gedacht

Steven Robinson via Getty Images
Schnuller enthalten gefährliche Chemikalien

Was tun viele Eltern, wenn das Kind weint oder einschlafen möchte? Na klar, den Schnuller in den Mund. Dagegen gibt es ja auch kaum Einwände. Allerdings hat jetzt eine Studie der World Health Organization, kurz WHO, herausgefunden, dass bedenkliche Stoffe in Schnullern und anderen Gummiprodukten enthalten sind.

Krebserregende Stoffe in Schnuller, Kondomen und Co.

24 Experten aus acht Ländern trafen sich vor kurzem in Lyon, Frankreich, und berieten sich über die krebserregenden Stoffe, sogenannte Karzinogene.

Die britische Zeitung "The Telegraph" berichtet über dieses Treffen. Demnach ist das Karzinogen 2-Mercaptobenzothiazole (MBT) wohl in vielen Gegenständen enthalten, die wir täglich verwenden.

Neben Schnullern soll MBT zudem in Kondomen und Gummihandschuhen enthalten sein. Denn die Chemikalie soll zum Beispiel Kautschuk resistenzfähiger machen.

Laut einem Sprecher der WHO wird dieser Stoff gewöhnlich in Fabriken verwendet wird. Das schreibt die Zeitung "Daily Mail" .

Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen

Eine Studie der britischen Birmingham University soll ebenfalls bestätigen, dass Personen, die in Chemiefabriken arbeiten, ein höheres Risiko haben an Darm- , Blasen- und Blutkrebs zu erkranken. Daher müssten besonders Fabrikarbeiter vor der Chemikalie geschützt werden.

Studienleiter Tom Sorahan äußert sich der "Daily Mail" gegenüber, dass die Menge des Karzinogens in den Alltagsgegenständen allerdings sehr gering ist. Es sei somit für den Verbraucher unbedenklich, diese Gegenstände weiter zu verwenden.

Diese Aussage ist jedoch umstritten, da die Chemikalie gemäß der Risikotabelle der WHO immerhin ein Rang hinter den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Zigaretten und Asbest platziert ist.

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