POLITIK
01/03/2016 06:41 CET | Aktualisiert 01/03/2016 06:46 CET

Deutsche schämen sich für Anschläge – doch das ist nicht die ganze Wahrheit

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Eine Demonstration gegen Fremdenhass nach einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz

Deutschland schämt sich. Nach einer Umfrage wendet sich ein Großteil der Menschen von Übergriffen wie den Pöbeleien gegen Flüchtlinge in Clausnitz oder dem Brandanschlag auf eine Unterkunft in Bautzen ab: 83 Prozent der Deutschen schämen sich laut des ARD-Deutschlandtrends dafür.

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Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn gleichzeitig schämt sich Deutschland immer weniger - im Vergleich zu September ist dieser Wert von 87 Prozent um vier Prozentpunkte gesunken. Trotzdem fordern 76 Prozent der Befragten in der Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen, dass Politiker die Angriffe deutliche verurteilen sollten. Nur 34 Prozent meinen, dass Polizei und Strafverfolgungsbehörden genug tun, um Ausländer vor rassistischen Übergriffen zu schützen. 58 Prozent sind der Ansicht, sie sollten mehr tun.

Kanzlerin Angela Merkel kann etwas aufatmen.54 Prozent der Menschen sind mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden. Das sind ganze acht Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Da war sie mit 46 Prozent auf dem Tiefstwert der Legislaturperiode angekommen und fast gleichauf mit dem CSU-Cher Horst Seehofer.

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