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29/02/2016 10:21 CET

Studentin greift ein, als ein syrischer Flüchtling misshandelt wird

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Es war eine Schockszene, die sich am vergangenen Samstag in einem Regionalzug zwischen Chemnitz und Zwickau ereignete: Ein breitschultriger Mann hielt einen anderen am Hals, trieb ihn durch das obere Abteil eines Doppelstockwagens. Obwohl der Zug voll war, half niemand dem Opfer, einem syrischen Flüchtling.

Von der erschreckenden Tat berichtet die Chemnitzer "Freie Presse" - und auch von der mutigen Helferin, die nicht wegsah: Eine 24-jährige Studentin stellte sich dem Mann entgegen und rief: "Lass ihn in Ruhe!"

Die Frau hätte leicht selbst Opfer von Gewalt werden können - doch ihr energisches Auftreten überzeugte den Täter: Er ließ den Flüchtling los, nahm aber dessen Rucksack mit in die untere Etage des Wagens.

Unglaublich, wie es danach weiterging: Die Frau sprach Sicherheitsmitarbeiter der Bahn an - doch die weigerten sich, den Täter festzunehmen. Denn im Zug befänden sich weitere Gewaltbereite - die würden sie nicht in den Griff bekommen. Fünf andere hätten bereits einen Freund des Mannes belästigt.

In Zwickau schließlich stieg die Studentin gemeinsam mit dem Flüchtling und dem Sicherheitspersonal aus und erstattete Anzeige bei der Polizei. Nun laufen die Ermittlungen. Die gute Nachricht: Die Verdächtigen Männer sind der Polizei bereits bekannt.

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