POLITIK
29/02/2016 08:07 CET | Aktualisiert 29/02/2016 10:11 CET

"Lausiger Umgang": Deshalb will Guttenberg nicht zurück zur CSU

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Der Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

Bekanntlich ist Horst Seehofer schlecht auf Markus Söder zu sprechen. Dem CSU-Chef wäre jedes Mittel recht, um zu verhindern, dass Söder nach seinem Abgang den Vorsitz über die bayerische Partei übernehmen wird.

Jetzt holt er sein Ass aus dem Ärmel. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will Seehofer Karl-Theodor zu Guttenberg zurück in die Partei holen. Der war nicht nur Generalsekretär der Partei, sondern auch Wirtschafts- und Verteidigungsminister. Nachdem herausgekommen war, dass er seine Doktorarbeit abgeschrieben hatte, trat er 2011 von allen politischen Ämtern zurück.

Doch Guttenberg winkt ab. Er hat nun in den USA eine Beratungs- und Investmentfirma, mit deren Expansion er der "Süddeutschen Zeitung" zufolge gänzlich ausgefüllt sei. Dies schrieb er der Zeitung in einer E-Mail. Darin schreibt er reuevoll: "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen."

Doch ganz endgültig ist seine Absage vielleicht nicht. Denn Seehofer hat ihn als Berater in sein Wahlkampfteam geholt. Zu Guttenberg werde die CSU dabei laut "Süddeutscher Zeitung" in außenpolitischen Fragen und beim Thema Digitalisierung unterstützen.

Was Guttenbergs Absage für die CSU bedeutet, ist unklar. Zwar ist Seehofer der "Süddeutschen Zeitung" zufolge bereit, den Parteisitz an den CSU-Listenführer für die Bundestagswahl abzugeben. Innerhalb der Partei werde dennoch nicht ausgeschlossen, dass Seehofer auch über 2018 hinaus Ministerpräsident bleiben will - entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung.

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