ENTERTAINMENT
29/02/2016 03:28 CET | Aktualisiert 29/02/2016 08:51 CET

"Vergewaltigt und gelyncht": Die Oscar-Nacht beginnt mit einem Eklat

AP
Chris Rock bei seiner Eröffnungsrede

Das fängt ja gut an. Der schwarze Moderator Chris Rock hat die Oscar-Nacht in Los Angeles mit einer scharfen Spitze eröffnet. Die Awards seien auch als die "Preise der Weißen" bekannt, sagte der 51-Jährige - gekleidet in einem weißen Anzug.

Die Show war im Vorfeld heftig kritisiert worden. Der Vorwurf: In den wichtigsten Kategorien seien keine Afroamerikaner nominiert - die Oscars seien daher "zu weiß". Daraufhin meldeten einige Stars an, die Verleihung zu boykottieren.

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Es wurde eine außergewöhnliche Oscar-Rede. "Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?", fragte Rock. Immerhin sei es schon die 88. Verleihung. Diese ganze "keine Schwarzen"-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben.

"Da gab es aber keine Proteste", sagte Rock. Er verwies auf die 50er und 60er Jahre. "Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt", dann sei einem egal, welche Doku den Oscar gewinnt.

Ihm sei mehrfach gesagt worden, er solle die Moderation absagen. Darüber habe er lange nachgedacht. "Aber dann habe ich mir gesagt: Sie werden die Oscars eh abhalten."

"Jada Smith boykottiert die Oscars?", fragte Rock mit Blick auf die Frau des Schauspielers Will Smith. "Das ist so, wie wenn ich nicht zu Rihanna gehe. Ich bin eben nicht eingeladen." Und er haute einen Spruch nach dem anderen raus: "Wie wäre es mit schwarzen Kategorien? Wie beispielsweise 'Der beste schwarze Freund?"

Rocks Eröffnungsrede löste in den sozialen Medien eine lebhafte Diskussion aus. Das Magazin "People" twitterte: "Die unglaublichste Eröffnungsrede aller Zeiten? Wir denken ja."

Mit Material der AP

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