POLITIK
27/02/2016 17:16 CET | Aktualisiert 27/02/2016 19:42 CET

Dieser Steinbach-Tweet zur Flüchtlingskrise geht endgültig zu weit

dpa

CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach ist nicht für ihren Feinsinn bekannt. Sie liebt den verbalen Vorschlaghammer und die Provokation zu Themen wie Homoehe, Flüchtlingspolitik oder Rechtsradikalismus.

Aber mit einem Foto, das jetzt über ihren Twitter-Account geteilt wurde, könnte sie zu weit gegangen sein. Es zeigt ein blondes Mädchen in einer Gruppe dunkelhäutiger Menschen. Darüber steht: "Deutschland 2030", darunter: "Woher kommst du denn?".

Steinbach war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Foto ist offen rassistisch - und unverkennbar eine Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung - und sorgt für eine gewaltige Empörungswelle.

Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs schrieb über Twitter: "Das ist Hetze! So fördert sie die AfD! In der Sache verlogen, neben der Realität, Bullshitbingo!"

Grünen-Vorsitzende Simone Peter schrieb über Twitter, das Foto sei "widerlich, rassistisch, hetzerisch".

Und Jan Böhmermann kommentierte:

Die bittere Wahrheit ist: Einige denken in der Bevölkerung so wie Steinbach. Viele haben wegen der Einwanderung Angst vor Überfremdung. Es gehört aber nicht zur Aufgabe eines Abgeordneten, mit polemischen, stimmungsmachenden Bildern darauf zu reagieren - sondern mit Lösungen die Angst zu nehmen.

Vielleicht sollte sich Steinbach eine andere Partei suchen - oder gar einen neuen Job.

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