POLITIK
27/02/2016 20:05 CET | Aktualisiert 27/02/2016 20:35 CET

„Slawinnen sind leicht zu haben": So rassistisch sind Kölner Studenten

DPA

Diese Umfrage des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (Asta) der Uni Köln sorgt für Wirbel: Darin sprachen sich zwar die meisten angehenden Akademiker deutlich gegen Diskriminierung und Rassismus aus.

"Blanker Hass gegen Ausländer"

Doch es gibt wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, offenbar auch zahlreiche rechte Ansichten unter den Studierenden. Jede zehnte Antwort war laut Asta offen rassistisch.

„Da hegen manche blanken Hass gegen Ausländer, Religionsgruppen, Homosexuelle und Frauen“, sagte sagte Katharina Letzelter, die Asta-Vorsitzende der Uni Köln, nun dem„Kölner Stadtanzeiger“. Sie sei darüber "erschrocken, welche Antworten wir erhalten haben“.

"Afrikaner können singen und tanzen"

Einträge wie „Raus mit den Moslems“ seien keine Seltenheit gewesen. Abgefragt wurden unter anderem Stereotype von ethnischen oder religiösen Gruppen: So stimmten 36 Prozent der Aussage „Slawinnen sind leicht zu haben“ zu. 25 Prozent teilten die Ansicht, „Asiaten sind Streber“.

Zwölf Prozent gaben an, „Afrikaner können singen und tanzen“. 55 Prozent denken, dass es seit den Ereignissen in der Silvesternacht mehr antimuslimische Ressentiments auf dem Campus gebe.

Solche Aussagen hätten den Asta dazu veranlasst, bereits vor abgeschlossener Auswertung der Befragung an die Öffentlichkeit zu gehen, berichtet der „Stadtanzeiger“. Die Befragung hatte nach den Silvestervorfällen in Köln begonnen.

Knapp 1600 Studenten hatten im Internet den Fragebogen ausgefüllt. Die Umfrage ist zwar nicht repräsentativ, gibt nach Einschätzung der Studentenvertreter gegenüber dem „Stadtanzeiger“ eine Grundstimmung wieder, so das Blatt.

Berichterstattung über Flüchtlingskrise: So rechnet Horst Seehofer mit ARD und ZDF ab